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Zoobesucher dürfen Babypandas Namen geben - das Ergebnis wird die chinesische Regierung ärgern

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Tja, auch wenn in China Zensur herrscht: Dank des Internets findet sich immer ein Weg, der Regierung zu zeigen, was man wirklich von ihr hält - zum Beispiel bei einer Online-Umfrage, in der es darum ging, welche Namen die beiden im Juni geborenen Babypandas im Zoo von Macau bekommen sollen.

In der Umfrage, die von einer lokalen Zeitung durchgeführt wurde, gingen nämlich die Namen "Tam Tam” and “Wu Wu” als deutliche Favoriten hervor. Tam heißt übersetzt Gier und Wu Dreck. Zusammengesetzt würden die beiden Pandabärchen dann auf kantonesisch Tam Wu, also Korruption heißen.

Pandanamen als Kritik an der aktuellen Politik

Die Namensgebung kann man als deutliche Kritik der Umfrageteilnehmer gegenüber der chinesischen Regierung verstehen.

Diese hatte 2014 dem Macauer Zoo die Zwillingseltern Hoi Hoi und Sam Sam (zusammengesetzt bedeutet das Glück) geschenkt. Seit 2014 geht es aber auch geht es mit der einst aufstrebenden Wirtschaft Macaus bergab.

Macau ist eine chinesische Sonderhandelszone und verfügt über eine offene Marktwirtschaft. Dank der hiesigen Glücksspiel-Industrie erlebte Macau einen Wirtschaftsboom, der vor etwa zwei Jahren durch die Antikorruptionskampagne der chinesischen Regierung einbrach.

Pandas sind Teil der chinesischen Diplomatie

Mit der Namenswahl machen sich die Umfrageteilnehmer nicht nur über das Wahrzeichen Chinas lustig - Pandas sind auch Teil der chinesischen Diplomatie.

Die Regierung verschenkt Pandas an ausländische Zoos. Die Tiere tragen meist symbolträchtige Namen - wie Yang Yang (langfristige Beziehung), der nun in einem US-Zoo lebt. Auch der Berliner Zoo soll bald wieder Pandas bekommen, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel letztes Jahr ankündigte.

Wie die chinesische Regierung auf die Umfrage reagieren oder wie sie die kleinen Macauer Pandabärchen offiziell nennen wird, bleibt abzuwarten. Erfreut über die Umfrageergebnisse wird Peking allerdings bestimmt nicht sein.

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(lk)