Huffpost Germany

Gamechanger? - Mit einer Enthüllungsstory will ein US-Magazin einen Sieg von Trump verhindern

Veröffentlicht: Aktualisiert:
DONALD TRUMP
Können ihm die Enthüllungen wirklich ernsthaft schaden? | scarletsails via Getty Images
Drucken
  • Das US-Nachrichtenmagazin "Newsweek" hat in seiner neuesten Ausgabe eine große Enthüllungsgeschichte zu Donald Trump angekündigt
  • Es geht um die ausländischen Wirtschaftsbeziehungen von Trumps Organisation
  • Diese könnten sich bei einem Wahlsieg des Republikaners zu einem Alptraum für die nationale Sicherheit entwickeln

Knapp zwei Monate sind es noch bis zu den US-Präsidentschaftswahlen am 8. November. Aktuelle Umfragen sehen Hillary Clinton und Donald Trump Kopf an Kopf.

Das US-Nachrichtenmagazin "Newsweek" hat in ihrer neuen Ausgabe, die am Freitag in den USA erscheint, eine große Enthüllungsgeschichte zu Trump angekündigt.

Die Story mit dem Titel "Im Unternehmen von Trump" könnte laut "Newsweek" die Art und Weise, wie über diesen Wahlkampf gesprochen wird, grundlegend verändern.

Ein "Alptraum für die nationale Sicherheit"

Es geht um die Geschäfte der Trump Organisation: "Wenn Trump gewinnt", schreibt "Newsweek"-Reporter Kurt Eichenwald, "könnten sich seine vielen ausländischen Geschäfte zu einem Alptraum für die nationale Sicherheit entwickeln".

Das Wochenmagazin spielte einige Passagen der Geschichte der TV-Moderatorin Rachel Maddow zu. Maddow veröffentlichte in ihrer Sendung im TV-Sender MSNBC exklusive Passagen:

"In einer gründlichen Überprüfung, inklusive vertraulicher Interviews mit leitenden Angestellten und ausländischer Geschäftspartner, konnte "Newsweek" aufdecken, dass die Trump Organisation enge Verbindungen zu weltweiten Geldgebern, ausländischen Politikern und sogar zu Kriminellen pflegt. Beweise, dass das Unternehmen wirklich in kriminelle Aktivitäten verstrickt ist, gibt es nicht."

"Die Story enthüllt außerdem ein Netz aus vertraglichen Verbindungen, dass sich nicht ohne weiteres aufkündigen lässt. Sollte Trump ins Weiße Haus einziehen und seine Familie während oder nach seiner Präsidentschaft weiterhin Begünstigungen von seine Unternehmen bekommen, könnte beinahe jede seiner außenpolitischen Entscheidungen zu einem ernsthaften Interessenskonflikt führen."

Ein "Gamechanger" auf der Zielgeraden?

Harter Tobak, wirklich neu scheinen die Vorwürfe auf den ersten Blick allerdings nicht zu sein. Trumps Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Banken wurden bereits enthüllt, auch über seine wirklichen Verbindungen zu russischen Politikern gibt es immer wieder Spekulationen.

Ebenfalls ist es bereits seit längerem bekannt, dass der Immobilienmilliardär in den 1970er und 80er Jahren bei seinen Bauprojekten mit der New Yorker Mafia zusammenarbeitete.

Man darf gespannt sein, ob sich die "Newsweek"-Enthüllungen zu einem "Gamechanger" entwickeln und Trump auf der Zielgerade des Wahlkampfs wirklich aus der Bahn werfen können. Bislang konnte kein Skandal dem 70-Jährigen nachhaltig schaden.

Auch auf HuffPost:

Dieser Artikel war bei Amazon meistverkauft – wegen Donald Trump

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

(lp)