Huffpost Germany

Wer seinem Kind so einen Namen geben will, hat keinen Nachwuchs verdient

Veröffentlicht: Aktualisiert:
BABY CUTE
Wer seinem Kind so einen Namen geben will, hat keinen Nachwuchs verdient. | Noah Clayton via Getty Images
Drucken

Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind, heißt es. Wer sieht, welche Namen manche Mütter und Väter ihren Kindern geben wollen, der verliert den Glauben daran.

Wenn es darum geht, ihrem Nachwuchs einen außergewöhnlichen Namen zu verpassen, kennt die Kreativität einiger Menschen keine Grenzen - und manchmal schießen sie weit übers Ziel hinaus.

Eine Liste mit bewilligten und abgelehnten Namen

Das zeigt das Foto eines Zeitungsausschnitts, das der Twitter-User Marcel Eisenach postete. Darin wird aufgeführt, welche Namensvorschläge von den Standesämtern abgelehnt und welche bewilligt wurden.

Wieso werden solche Namen zugelassen?

Dabei kann man es als Glücksfall für das Kindeswohl bezeichnen, dass in Deutschland nicht alle Namen zugelassen werden. Beispielsweise ist es verboten, sein Kind Gastritis, Bierstübl oder Crazy Horse zu nennen.

Wieso allerdings Namen wie Matt-Eagle (Mett-Igel, hahaha) und Popo zugelassen wurden, ist uns schleierhaft. Denn wie es Kindern, die mit solchen Namen gestraft sind, in der Schule ergehen wird, können wir uns lebhaft vorstellen.

Die Linguistin Gabriele Rodriguez erklärte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", dass der Name Matt-Eagle erlaubt sei, weil er aus einem englischen Vornamen (Matt) bestehe, an den das Wort "Eagle" (auf Deutsch: Adler) mit Bindestrich zugefügt werden darf. Das klingt zwar erstmal einleuchtend - den Spott der anderen Kinder wird es aber nicht mindern.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Auch auf HuffPost:

Umfrage: Bekloppter Namenstrend: Ausgerechnet danach benennen Eltern ihre Kinder

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Die Initiative Anderes Sehen e.V. etwa kümmert sich um die frühkindliche Förderung von blinden Kindern - ein Bereich, den die beiden Gründer zuvor als zutiefst vernachlässigt erfahren haben.

Nun setzen sie sich für Chancengleichheit für blinde Kinder ein. Anderes Sehen e.V. bietet Blindenstöcke für Kinder, die ihre ersten Schritte wagen, und entwickelt liebevoll gestaltete Tast-Bilderbücher.

Zudem hat die Initiative die Echoortungsmethode Klicksonar nach Deutschland geholt und bietet hierfür Schulungen an. Auch die Aufklärung von Betreuungspersonen und die Bereitstellung von Vorschulmaterialien gehören zum Angebot von Anderes Sehen e.V.

Unterstütze das Projekt jetzt und spende auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

(juk)