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14/09/2016 22:09 CEST

Immer mehr Asylbewerber verklagen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

ASSOCIATED PRESS
** ARCHIV ** Eine Sachbearbeiterin der Auslaenderbehoerde in Stuttgart gibt am 21. November 2006 auslaendischen Mitbuergern Rechtsauskuenfte. Der Bundestag hat am Donnerstag, 14. Juni 2007, eine umfassende Reform des seit gut zwei Jahren gueltigen Zuwanderungsrechts beschlossen. Mit dem Gesetz sollen unter anderem mehrere zehntausend abgelehnte Asylbewerber die Chance auf einen gesicherten Aufenthaltsstatus in Deutschland erhalten. (AP Photo/Thomas Kienzle)

  • Immer mehr Flüchtlinge klagen auf eine schnellere Entscheidung über ihren Asylantrag

  • Die Zahl der Klagen hat sich im Laufe des Jahres mehr als verdoppelt

  • Die Integrationsbeauftragte der Linken fordert jetzt eine neue Regelung

Asylbewerber müssen oft Jahre lang warten, bevor ihre Anträge genehmigt werden oder sie diese überhaupt stellen können. Deshalb verklagen immer mehr Asylbewerber das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) und fordern eine schnellere Entscheidung über ihren Asylantrag.

Ende Juni seien bundesweit 7014 sogenannter Untätigkeitsklagen gegen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) eingegangen, berichtet die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ). Damit hat sich die Zahl solcher Klagen im zweiten Quartal dieses Jahres mehr als verdoppelt.

Integrationsbeauftragte: "Gift für die Integration"

Sevim Dagdelen, die Integrationsbeauftragte der Linken, verlangt deshalb eine neue Regelung für Asylverfahren. „Es ist Gift für die Integration von Flüchtlingen, dass sie Monate oder gar über Jahre warten müssen, bis sie überhaupt einen Antrag stellen können oder dieser entschieden wird“, sagte Dagdelen gegenüber der "WAZ".

Eine Sprecherin des Bamf sagte der Zeitung, die Behörde sehe in dem Anstieg der Klagen nur ein „temporäres Phänomen“. Die Klagen der Asylbewerber würden zunehmen, da auch die Antragsverfahren allgemein angestiegen seien. Das Bamf gehe aber davon aus, dass die Zahlen bald wieder sinken werden.

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