Huffpost Germany

Polizei nimmt drei Terrorverdächtige in Flüchtlingsheimen fest - das müsst ihr wissen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
SEK
Einsatz des SEK (Symbolbild) | dpa
Drucken
  • Die Polizei hat drei Terrorverdächtige in Schleswig-Holstein und Niedersachsen festgenommen
  • Die drei Flüchtlinge sollen in Verbindung zu den Paris-Attentätern stehen
  • In den Wohnungen der Verdächtigen fand die Polizei Dokumente, die das belegen

Bei Razzien in zwei Bundesländern hat die Polizei am frühen Dienstagmorgen drei Terrorverdächtige festgenommen, die in Verbindung zu den Paris-Attentätern stehen sollen. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen durchsuchten Polizisten des BKA und Einsatzkräfte der Spezialeinheit GSG9 insgesamt sechs Flüchtlingsheime und mehrere Wohnungen, wie die "Welt" berichtet.

Das ist, was wir bisher über den Vorfall wissen:

1. Die Verbindung nach Paris

Laut Innenminister Thomas de Maiziere gebe es Hinweise darauf, dass die Flüchtlinge über die gleiche Organisation nach Deutschland gekommen seien wie die Attentäter von Paris.

Auch die Reisedokumente der Attentäter würden aus der gleichen Region und sogar der gleichen Werkstatt stammen wie die Ausweise der Paris-Attentäter.

2. So kamen die Männer nach Deutschland

Die Männer sollen im Auftrag des IS im November 2015 über die Türkei und Griechenland nach Deutschland gekommen sein. Hier sollten sie entweder einen bereits erhaltenen Auftrag ausführen oder sich für weitere Instruktionen des IS bereithalten, heißt es in einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft vom Dienstag. Hinweise auf konkrete Anschläge gebe es bisher aber nicht.

3. Darum schlug die Polizei erst jetzt zu

Die Ermittlungen gegen die Männer sollen seit einigen Monaten laufen, aber erst jetzt schlug die Polizei zu - ein Hinweis des Bundesamtes für Verfassungsschutz soll der Auslöser für die Razzia gewesen sein. An dem Einsatz am Dienstagmorgen waren mehr als 200 Spezialkräfte des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei und der Landespolizeien mehrerer Bundesländer beteiligt.

4. So kamen die Verdächtigen zum IS

Einer der Beschuldigten soll sich Ende September 2015 in Rakka dem IS angeschlossen und dort auch eine Ausbildung erhalten haben, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Dort habe er unter anderem den Umgang mit Waffen und Sprengstoff gelernt.

Für die Ausführung ihrer Pläne in Europa sollen die Verdächtigen vom IS Pässe, hohe vierstellige Geldbeträge in amerikanischer Währung und Mobiltelefone mit einem vorinstallierten Kommunikationsprogramm erhalten haben.

5. Wie groß ist das Problem der IS-Unterstützer unter den Flüchtlingen wirklich?

"Seit den Attentaten in Paris und Brüssel wissen wir, dass der IS auch den Flüchtlingsstrom nutzt, um terroristische Personen nach Europa zu bringen", sagte eine Sprecherin des BKA dem Nachrichtenportal rp online.

400 Hinweise auf solche Personen, die Kontakte zur terroristischen Szene haben könnten, lägen den deutschen Behörden derzeit vor. In etwa 60 Fällen seien tatsächlich Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Am 13. November 2015 hatten Extremisten mit Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat in Paris die Konzerthalle «Bataclan» und andere Ziele in der französischen Hauptstadt angegriffen. 130 Menschen starben damals.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Werdet zum Umwelthelfer

Keine Frage: Das Umweltbewusstsein in unserem Land hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch gewandelt. Viele fragen sich allerdings: Wie kann ich wirklich effektiv helfen?

Das ist gar nicht schwer. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org stellt die Huffington Post Projekte vor, die jeder von Euch unterstützen kann.

Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V. zum Beispiel setzt sich mit einem Projekt in Kenia für den Schutz und die Aufzucht von Elefantenbabys ein.

Denn noch immer werden ausgewachsene Elefanten wegen ihrer kostbaren Stoßzähne gejagt und getötet. Zurück bleiben verstörte Jungtiere, die auf sich allein gestellt sind und nicht überleben würden.

Die Elefantenbabys benötigen teure tierärztliche Versorgung und Verpflegung über mehrere Jahre, um schließlich wieder in die Wildnis entlassen werden zu können. Nach ihrem Aufenthalt im Waisenhaus sind die ausgewachsenen Tiere in der Lage, sich in bestehende Elefantenherden zu integrieren.

Unterstütze jetzt die Aktionsgemeinschaft Artenschutz bei ihrer Arbeit im Waisenhaus für Elefantenbabys auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

(ben)