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"Hart aber fair": So brachte Plasberg Claudia Roth kurz zum Schweigen

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CLAUDIA ROTH
Claudia Roth bei "Hart aber fair" | ARD Mediathek
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In Frank Plasbergs "Hart aber fair"-Sendung ging es um das Burka-Verbot. Weite Teile der Sendung nehmen Wortgefechte zwischen der Grünen-Politikerin Claudia Roth und der CDU-Frau Julia Klöckner ein. Frank Plasberg versucht, Roths Redeschwall zu stoppen - und scheitert.

Roth erklärt die ganze Diskussion zu einer "Symboldebatte, einer Scheindebatte". Es gehe darum, welchen Platz der Islam in Deutschland habe. Sie ist gegen ein Verbot. "Wir bekämpfen Zwang - aber nicht mit Verboten, die Freiheitsrechte einschränken würden", fasst sie ihre Haltung zum Burka-Verbot zusammen.

Claudia Roth: "Ich mache meine Politik doch nicht nach Umfragen!"

Doch eine Umfrage bringt die Grünen-Politikerin in Bedrängnis. Denn Plasberg hat Zahlen parat: Nach einer Umfrage wollen 86 Prozent der Deutschen wollen ein Verbot der Burka. Nicht nur das. "Auch 79 Prozent der Wähler der Grünen wollen zumindest ein teilweises Burka-Verbot."

Roth kühl: "Ich mache meine Politik doch nicht nach Umfragen!"

Dass Roth sich nicht um die Meinung ihrer Wähler schert, überrascht einige der Gäste. Klöckner wirft ein: "Gerade die grünen Frauen sind es doch gewesen, die für die Emanzipation gekämpft haben, für gendergerechte Sprache", sagt sie. Wenn es allerdings um Themen wie Zwangsheirat oder eben die Burka geht, höre man von Roth nur "dröhnendes Schweigen".


Die Grüne reagiert patzig. "Sie müssen mich nicht belehren, was der Einsatz für die Rechte der Frau ist!" Ihr gehe es darum, die Selbstbestimmung zu unterstützen. So habe sie sich sehr in Afghanistan für die Frauenrechte eingesetzt. Frauen müssten die Kraft bekommen, selbst zu entscheiden.

Roth wird so agitiert, dass Plasberg mehrere Male versucht, ihren Wortschwall zu unterbrechen. Das lässt Roth aber nicht mit sich machen. "Meine Mutter fragt dann wieder, warum hat Frau Roth die anderen nicht ausreden lassen", wirft der Moderator ein. "Ihre Mutter fragt bestimmt auch, warum durften die Gäste nicht ausreden", kontert Roth.

Plasberg fragt Roth: "Denken ihre Wähler falsch?"

Roth versucht, die Debatte weg von den Grünen-Wählern hin zur Flüchtlingspolitik der CDU/CSU-Koalition zu verschieben.

Wenn CDU und Teile der CSU wirklich die Frauen aus der patriarchalischen Unterdrückung befreien wollen - warum wollen sie dann, dass Frauen, die die Burka nicht ablegen, das Land verlassen müssen, fragt sie die CDU-Frau. "Warum, Frau Klöckner, sind sie so doppelbödig?“

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Plasberg schreitet ein, um zu verhindern, dass die Diskussion zur Flüchtlingskrise abgleitet. Er erinnert Roth daran, dass auch ein Großteil ihrer Wähler zumindest ein teilweises Burka-Verbot möchte. "Denken Sie länger nach als ihre Wähler, oder denken Ihre Wähler falsch?"

Roth: "Noch einmal: Ich bin…“, doch Plasberg unterbricht sie.

"Wenn Sie 'Noch einmal' sagen, weiß ich bereits, dass ich es schon einmal gehört habe."

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(vr)