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Berlin-Debakel: Sogar die Grünen überholen jetzt die CDU

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  • Die Grünen liegen in Umfragen zur Berlin-Wahl jetzt vor der CDU
  • Den amtierenden Bürgermeister Michael Müller wollen die meisten Berliner weiter im Amt sehen
  • Das am meisten diskutierte Thema im Berliner Wahlkampf ist soziale Ungerechtigkeit
  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Die neuesten Umfragen zur Senatswahl am 18. September in Berlin zeigen: Die CDU setzt ihren Sinkflug auf Landesebene fort. Eine Online-Umfrage des Startups Civey im Auftrag des „Tagesspiegels“ hat nun ergeben, dass die CDU sogar noch hinter den Grünen landen würde.

Die Partei erreichte in der Umfrage nur 17,4 Prozent, die Grünen dagegen 18 Prozent. Die Wahl gewinnen würde laut dieser Umfrage die SPD mit 21,4 Prozent. Die AfD erzielte mit 13 Prozent deutlich mehr als die FDP mit 5,9 Prozent, aber weniger als die Linke mit 16,0 Prozent.

Eine Telefon-Umfrage im Auftrag des Politik-Magazins "Cicero", die ebenfalls am Montag veröffentlicht wurde, kam zu ähnlichen Ergebnissen. Auch hier siegte die SPD mit 22 Prozent, die CDU und die Grünen lagen aber gleichauf mit 18 Prozent. Auch die Linke und die AfD kamen beide auf 14 Prozent. Die FDP bekam auch hier gerade mal 6 Prozent der Stimmen.

35,7 Prozent der Berliner sehen keinen der Kandidaten an der Spitze

Die einzige Regierungsmöglichkeit in Berlin bleibt dem „Tagesspiegel“ zufolge ein Dreierbündnis aus Rot-Rot-Grün. 24,2 Prozent der befragten Berliner würden diese Konstellation bevorzugen. Für eine Rot-Grüne Regierung sprachen sich 15 Prozent, für Schwarz-Grün 13 Prozent aus.

Auf die Frage, wen die Berliner sich am ehesten als Senatschef vorstellen könnten, antworteten die meisten, nämlich 30,8 Prozent, mit dem amtierenden Bürgermeister Michael Müller von der SPD.

Dieser kann offenbar vor allem bei der jungen Wählerschaft punkten. In der Altersklasse der 18 bis 29-Jährigen erhielt er sogar 40,5 Prozent. Viele der Befragten sagten aber, dass sie keinem Spitzenkandidaten den Posten des Senatschefs zutrauen würden, nämlich 35,7 Prozent.

Frank Henkel, Müllers Konkurrenten von der CDU, konnten sich nur geringe 12,3 Prozent der Befragten als Senatschef vorstellen. Für die Berliner Parteichefin der Grünen, Ramona Pop, stimmten 11,4 Prozent, für Klaus Lederer von der Linken 9,8 Prozent.

Auch die Frage, welches Thema die Menschen im Wahlkampf am meisten beschäftigt, wurde untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass das wichtigste Thema für die befragten Berliner mit 24,8 Prozent die soziale Gerechtigkeit ist, sogar noch vor der Zuwanderung (23,4 Prozent). Auf Platz drei landete das Thema "Mieten" mit 19 Prozent.

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