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Arzt befruchtete 50 Frauen mit eigenem Sperma - das ist seine Erklärung

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Dieser verstörende Fall eines Arztes einer Kinderwunsch-Praxis in Indiana sorgt international für Schlagzeilen.

Dem 77-jährigen Arzt Dr. Donald Cline wird vorgeworfen, über einen Zeitraum von acht Jahren mehrere Patientinnen mit seinem eigenen Sperma befruchtet zu haben. Davon berichtete unter anderem der amerikanische Nachrichtensender NBC News.

Der Fall kam demnach lediglich durch einen Zufall ans Licht.

Arzt Donald Cline soll versucht haben, über 50 Patientinnen zu schwängern

Eine Frau - die sich später als leibliche Tochter des Arztes herausstellen sollte - habe 2014 erstmals einen DNA-Test veranlasst und sei überrascht gewesen herauszufinden, dass sie mit acht anderen Nutzern einer Onlinedatenbank verwandt zu sein schien, berichtet der Sender.

Daraufhin sei der Kinderwunsch-Arzt erstmals in Verdacht geraten.

Die anschließend eingeleiteten Ermittlungen sollen dann gezeigt haben: Der Mediziner soll in den Siebzigern versucht haben über einen Zeitraum von acht Jahren über 50 Patientinnen mit seinem eigenen Sperma zu befruchten. Mindestens acht Kinder sollen so entstanden sein, berichtet NBC.

DNA-Test lieferte den Beweis

Cline selbst, der sich seit 2009 im Ruhestand befinden soll, stritt die Vorwürfe demnach zunächst ab.

"Ich kann mit aller Zuversicht sagen, dass ich zu keinem Zeitpunkt meine eigenen Proben für eine Befruchtung verwendet habe", soll es in einem ersten Statement des Mediziners geheißen haben.

Laut des Medienberichts soll Cline den geschwängerten Frauen ursprünglich erklärt haben, die Spermien stammten von freiwilligen Medizin-Studenten. An dieser Behauptung hielt der Arzt wohl zunächst fest.

Ein anschließend veranlasster DNA-Test des Mediziners soll dann allerdings den Beweis für die Vaterschaft geliefert haben.

Mediziner erklärte: "Hatte nicht immer Zugriff auf frisches Sperma"

Wegen Falschaussage soll sich der Mediziner deshalb aktuell vor Gericht verantworten müssen.

Dort habe sich Cline bei seinen leiblichen Kindern entschuldigt, heißt es in dem Bericht weiter. Er habe erklärt, er "habe sich unter Druck gesetzt gefühlt, sein eigenes Sperma zu verwenden, weil er nicht immer Zugriff auf frisches Sperma" gehabt habe. Er habe das Gefühl gehabt, "den Frauen zu helfen, weil sie unbedingt ein Baby wollten".

Er sei sich bewusst, dass sein Verhalten falsch gewesen sei. Wenn er gewusst hätte, dass es eines Tages ans Licht kommen würde, hätte er es nicht getan, fügte der Mediziner laut NBC hinzu.

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(lp)