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Buchhändler findet Brief zwischen den Seiten eines Buches - und beschließt, sofort zu handeln

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BRIEF
Der Buchhändler Gordon Draper findet nach 15 Jahren einen verloren gegangen Brief. | Twitter/ Tom Wilkinson
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Als Gordon Draper aus Auckland eine neue Lieferung von Second-Hand-Büchern erhielt, machte er eine Entdeckung, die ihn tief berührte: Aus einem der Bücher fiel ein Brief heraus.

Adressiert war dieser an ein Mädchen namens Bethany. Der Absender: ihre sterbende Mutter.

In dem Brief stand:

Bethany (mein kleiner Schatz),

wenn dein Vater dir das hier vorliest, bin ich bereits gestorben und im Himmel bei den Engeln ... Ich war krank und ich musste operiert werden, damit es mir wieder besser geht, aber es hat nicht geklappt. Ich werde oben vom Himmel aus darauf aufpassen, dass es dir gut geht. Immer, wenn du einen funkelnden Stern am Himmel siehst, bin ich das.

Sei ein braves Mädchen und lebe ein langes und glückliches Leben. Dein Vater und dein Großvater werden dich immer zur Schule bringen. Ich werde dich immer lieben. Lass dir niemals von jemandem einreden, dass es schlecht ist, über mich zu sprechen – das ist es nicht. Ich hoffe, du wirst mich nie vergessen, weil ich bin deine Mutter bin. Lass dich umarmen und küssen.

Auf Wiedersehen,

Mama

PS: Ich verlasse mich darauf, dass du dich um Rosie (ihr Plüsch-Häschen, Anm. d. Red.) kümmerst.

Durch einen Aufruf in einer Zeitung meldete sich eine Frau

"Ich dachte mir, dass ich etwas unternehmen muss", sagte der 52-Jährige der "BBC". Doch Draper kannte weder den Nachnamen noch eine mögliche Adresse von Bethany.

Deswegen ließ er den Brief in Zeitungen abdrucken und tatsächlich meldete sich eine Frau: die 21-jährige Bethany Gash. Sie war sechs Jahre alt, als sie ihre Mutter verlor. Die damals 36-jährige Lisa erkrankte an Mukoviszidose – einer Stoffwechsel-Erkrankung.

Gash freut sich sehr, dass der Brief wieder aufgetaucht ist

"Mein Vater hat ihn mir damals vorgelesen und wohl zur sicheren Verwahrung in ein Buch gesteckt. Aber beim Umziehen ist der Brief samt Buch leider verloren gegangen. Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Brief jemals wieder in den Händen halten werde", sagte Gash.

Gash, die selbst Mutter einer Tochter ist, findet es unglaublich, dass der Brief in einem so guten Zustand wieder bei ihr ankam. "Jetzt kann ich ihn jederzeit wieder anschauen, denn die Worte bedeuten mir so viel. Es ist das Letzte, was mir von meiner Mutter geblieben ist", sagte sie.

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(glm)