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Retter bespuckt und bepöbelt: Gaffer widersetzen sich nach schwerem Unfall Feuerwehrleuten

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RETTER
Feuerwehr auf der Autobahn (Symbolfoto) | dpa
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Immer wieder beschweren sich Polizei und Feuerwehr über Gaffer bei schweren Unfällen - zu einem weiteren Vorfall, der fassungslos macht, kam es am Wochenende in Niederkrüchten nahe Düsseldorf.

Nachdem ein 37-Jähriger mit seinem Motorrad schwer verunglückte, behinderten zahlreiche Gaffer die Rettung, berichtet die "Rheinische Post". Jugendliche und Erwachsene, die von der Landung des Rettungshubschraubers angelockt wurden, holten ihre Smartphones raus und nahmen die Szene auf.

Bußgeld von 1000 Euro droht

Als die Feuerwehrmänner den Gaffern die Aufnahmen untersagen wollten, leisteten manche der Zuschauer Widerstand, wie die "RP" schreibt.

"Wir wurden angepöbelt, es wurde in unsere Richtung gespuckt", zitiert die "RP" den Einsatzleiter der Feuerwehr. Manche wollten auch dann das Filmen noch nicht lassen.

Die Gaffer hatten sogar noch gefilmt, als der schwerverletzte Mann zum Hubschrauber getragen wurde.

Dass die Gaffer gar keine Einsicht zeigten, überrascht. Denn sie haben sich strafbar gemacht, als sie den Unfall filmten und fotografierten. Es droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro. Ihre Personalien wurden aber wohl nicht aufgenommen.

Mehr zum Thema: "Auf dem Weg einen Toten knipsen" - die Polizei hat eine emotionale Botschaft an alle Unfall-Gaffer

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(bp)