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So würde die Berlin-Wahl ausgehen, wenn Kinder wählen dürften

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KIND WAHL
Bei den U18-Wahlen in Berlin haben Kinder gewählt | Reuters Photographer / Reuters
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  • Das Projekt U18-Wahl zeigt, wie Kinder sich in der Berlin-Wahl entscheiden würden
  • Die Tierschutzpartei und die Piraten würden es in den Senat schaffen
  • Die AfD schneidet schlecht ab

Die Welt wäre eine bessere, wenn Kinder an der Macht wären, wird immer wieder gerne gesagt. Was also würde dabei herauskommen, wenn Kinder wählen dürften?

Um das herauszufinden, führt das Projekt der politischen Bildung seit dem Jahr 1996 eine U 18- Wahl durch. Dabei dürfen alle, die unter 18 Jahren sind, ihre Stimme in einem Wahllokal abgeben, neun Tage vor den eigentlichen Wahlen.

Die aktuellen Ergebnisse der U18-Wahlen in Berlin veröffentlichte nun das wissenschaftliche Magazin "Katapult". Dabei zeigte sich: Berliner Kinder mögen die SPD und die Grünen - die AfD würde es hingegen nicht in den Senat schaffen.

Der Großteil der Kinder, nämlich 24,3 Prozent, würde die SPD wählen und 21,3 Prozent die Grünen. Darauf folgt die CDU mit 14,6 Prozent der Stimmen.


Der wohl größte Unterschied zu den Wahlen der Erwachsenen: Auch die Piraten und die Tierschutzpartei säßen im Abgeordnetenhaus, wenn es nach den Berliner Kindern ginge. Die Linke liegt dabei mit 14,2 Prozent noch vor der Tierschutzpartei. Mit der AfD könnten sich dagegen nur 3,7 Prozent der Kinder anfreunden.

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Die Wahl lief übrigens ganz ähnlich wie eine echte Wahl ab. Die Nachwuchswähler bekamen einen Stimmzettel für ihren Wahlkreis, suchten eine Wahlkabine auf, kreuzten Erst- und/oder Zweitstimme an und warfen den Stimmzettel dann in eine Wahlurne.

Die politische Bildung will mit ihrem Projekt laut ihrer Website erreichen, dass Kinder dazu motiviert werden, sich früh eine politische Meinung zu bilden. Außerdem sollen sie Unterschiede in den Partei-Programmen erkennen und lernen, Versprechen von Politikern zu hinterfragen. Die Ergebnisse legen nahe, dass sie das bisher schon ganz gut hinbekommen.


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(vr)