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Spätsommer-Plage bleibt aus: Deshalb gibt es dieses Jahr so wenige Wespen

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Spätsommer-Plage bleibt aus: Deshalb gibt es dieses Jahr so wenige Wespen | Fotomatt_hh via Getty Images
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  • In diesem Sommer gibt es weit weniger Wespen als in den vergangene Jahren
  • Grund für die ausbleibende Plage ist der regnerische Frühling
  • Für die Natur sind die fehlenden Wespen aber nicht von Vorteil

Jedem, der in diesen Tagen schon mal ein Stück Zwetschgenkuchen im Freien gegessen hat, dürfte es bereits aufgefallen sein: Der Sommer 2016 ist kein guter für Wespen.

Während die Tierchen normalerweise pünktlich zur Zwetschgenzeit im Spätsommer in Scharen um unsere Teller schwirren, bleibt es dieses Jahr erstaunlich ruhig.

Der Grund: Nässe, Pilze und wenig Nahrung haben viele Völker kaum groß werden lassen.

"Wespen-Königinnen verbringen ihre Winter in Hohlräumen unter Steinen, in Mauerlöchern, im Moos oder auch in Holzschuppen", erklärte Manuel Pützstück, Wespenexperte der Deutschen Wildtierstiftung, im Interview mit der Nachrichtenseite "Stern.de".

"Der starke Regen war verheerend"

"Der starke Regen im Frühjahr war für die schwarz-gelben Insekten verheerend", so Pützstück. Viele Wespen-Königinnen seien bereits im Frühjahr ertrunken, weshalb eine Wespenplage dieses Jahr ausbleibe.

Was Kuchenfans freut, ist nicht unbedingt von Vorteil für die Natur."Wespen sind effektive Schädlingsbekämpfer. Sie verfüttern Fliegen, Blattläuse und Mücken, die sie als Nahrung für ihren Nachwuchs ins Wespennest bringen", erklärt der Experte.

Wer doch eine Wespe auf seinem geliebten Zwetschgenkuchen entdeckt, sei gewarnt: Wenn es darum geht, Zucker zu ergattern, können die Insekten schnell aggressiv werden.

Der Grund: Im Herbst, wenn die Brutaufzucht beendet ist, gilt es, die Jungköniginnen mit zuckerreicher Nahrung stark zu machen.

Und dabei geht es um alles. Die Königinnen sind nämlich die einzigen, die den Winter überleben - und damit den Fortbestand des Volkes sichern.

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(lk)