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Linken-Politiker schmuggelt Flüchtling nach Deutschland - jetzt droht ihm eine harte Strafe

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DIETHER DEHM
Linken-Politiker schmuggelt Flüchtling nach Deutschland - jetzt droht ihm eine harte Strafe | ullstein bild via Getty Images
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  • Wirbel um den Linken-Abgeordneten Diether Dehm
  • Der Politiker schmuggelte Ende August einen Flüchtling nach Deutschland
  • Es ist nicht das erste Mal, dass Dehm in den Schlagzeilen ist

Der Bundestagsabgeordnete Diether Dehm (Linke) ist schon häufig mit Provokationen und Systemkritik aufgefallen. So beschäftigte er den ehemaligen RAF-Terroristen Christian Klar zeitweise als freien Mitarbeiter.

2014 war er wegen Sex-Vorwürfen in den Schlagzeilen, nachdem er eine Journalistin unflätig angeredet hatte.

Nun ist Dehm abermals in den Fokus der Öffentlichkeit geraten: Ende August schmuggelte er einen jungen afrikanischen Flüchtling von Italien nach Deutschland. Das bestätigte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Dehm ließ den Flüchtling zunächst in seinem Ferienhaus wohnen

Weitere Angaben wolle er dazu nicht machen, um den jungen Mann nicht zu gefährden. Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" darüber berichtet.

Dem Bericht zufolge nahm Dehm den Halbwaisen zunächst ein paar Tage in seinem Ferienhaus am Lago Maggiore auf, brachte ihn dann im Auto über die Schweiz nach Deutschland, wo er ihn an Flüchtlingshelfer übergab.

Der junge Mann, der zu seinem Vater gewollt habe, sei von Grenzbeamten nicht registriert worden, sagte Dehm der Zeitung. Obwohl Beihilfe zur illegalen Einreise verboten ist, zeigte Dehm kein Schuldbewusstsein: "Ich bin mit mir im Reinen."

Polizeigewerkschaft will Dehm vor Gericht bringen

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) will Dehm nun laut der "Bild"-Zeitung wegen Schleusung vor Gericht bringen lassen.

"Der Fall zeigt auf erschreckende Weise, wie ein gewählter Parlamentarier die Rechtsordnung verachtet", sagte DPolG-Chef Rainer Wendt der Zeitung. "Das Vorgehen erfüllt vermutlich den Straftatbestand der Schleusung und muss entsprechend mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden. Flüchtlingen ist mit solchen Aktionen gar nicht geholfen."

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(bp)