Huffpost Germany

Diese Krankenschwester verrät, wie es wirklich ist, nur 3 Tage die Woche zu arbeiten

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

Vier Tage jede Woche frei zu haben, ist für die meisten Arbeitnehmer ein Traum, den sie nur allzu gerne leben würden. Doch die Krankenschwester Kelsey Van Fleet weiß, welche Schattenseiten dieses Leben haben kann.

Normalerweise wird sie von ihren Mitmenschen um ihre 3-Tage-Woche beneidet, allerdings nur so lange, bis sie erfahren, wie Kelseys Job wirklich ist. Denn statt eines normales 8-Stunden-Tages schiebt die junge Frau 12-Stunden-Schichten, oft ist sie sogar länger im Krankenhaus.

Sie verliert die Hoffnung nicht

In einem bewegenden Facebook-Posting fasste Van Fleet nun zusammen, was ihre Arbeitszeiten wirklich bedeuten, um ein für alle mal mit den Vorurteilen aufzuräumen. Denn die blonde junge Frau ist sicher nicht faul.

„Ich komme müde, verschwitzt und zerstört nach Hause. Nicht alle Tage sind gute Tage“, schreibt sie. Sie schreibt auch wie belastend die permanente Sorge um ihre Patienten ist, wie es sie schmerzt so wenig Anerkennung für ihre Arbeit zu bekommen.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

„Ich wurde von einem Angehörigen gefragt, ob ich überhaupt qualifiziert sei, als Krankenschwester zu arbeiten, weil ich doch viel zu jung sei“, schreibt sie. „Mir wurde gesagt, ich sei zu schwach um einen Patienten zu heben, obwohl ich in Wirklichkeit mehr als mein eigenes Körpergewicht stemmen kann.“

So sieht ihr Alltag aus

Und trotz allem bleibt Van Fleet positiv: „Ich höre mir all das an und bleibe freundlich, weil ich professionell sein will, aber all das trägt dazu bei, dass ich mich klein fühle.“ Wenn sie mehrere Tage am Stück arbeite, fühle sie sich an ihrem ersten freien Tag immer so, als hätte sie einen Kater. "Ich bin froh, dass mich meine Patienten nicht so sehen."

Die 3-Tage-Woche der Krankenschwester ist also wesentlich heftiger, als die Jobs der meisten Menschen. Drei Tage zu arbeiten kann härter sein als eine 40-Stunden-Woche zu haben, besonders wenn man in einem sozialen Beruf arbeitet. „Nicht geschätzt zu werden ist hart, vor allem, weil ich doch nur versuche zu helfen", fasst Van Fleet zusammen.

Wenn du eine Tochter hast, nimm dir drei Minuten Zeit, um dieses Video zu sehen

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Die Initiative Anderes Sehen e.V. etwa kümmert sich um die frühkindliche Förderung von blinden Kindern - ein Bereich, den die beiden Gründer zuvor als zutiefst vernachlässigt erfahren haben.

Nun setzen sie sich für Chancengleichheit für blinde Kinder ein. Anderes Sehen e.V. bietet Blindenstöcke für Kinder, die ihre ersten Schritte wagen, und entwickelt liebevoll gestaltete Tast-Bilderbücher.

Zudem hat die Initiative die Echoortungsmethode Klicksonar nach Deutschland geholt und bietet hierfür Schulungen an. Auch die Aufklärung von Betreuungspersonen und die Bereitstellung von Vorschulmaterialien gehören zum Angebot von Anderes Sehen e.V.

Unterstütze das Projekt jetzt und spende auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

(till)