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AfD-Chefin Petry will den Begriff "völkisch" positiv besetzen

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AfD-Vorsitzende Frauke Petry will nur unter bestimmten Bedingungen an die Regierung, | Getty Images
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  • AfD-Chefin Petry will den Begriff "völkisch" positiv besetzen
  • Zugleich stellte sie Bedingungen für eine Regierungsbeteiligung

Der Begriff "völkisch" sollte nach Meinung von AfD-Chefin Frauke Petry positiv aufgeladen werden. Man müsse "daran arbeiten, dass dieser Begriff wieder positiv besetzt ist", erklärte Petry im Interview mit der "Welt am Sonntag". Es sei eine "unzulässige Verkürzung", wenn gesagt werde, "völkisch ist rassistisch", fügte Petry hinzu.

Das Wort Völkisch ist hoch umstritten. Der Begriff, der eine alte Ableitung vom Wort Volk ist, wurde zwar bereits im 19. Jahrhundert in Deutschland häufig gebraucht.

Aus Sicht von Kritikern impliziert dessen Gebrauch eine Abwertung anderer Ethnien. Tatsächlich assoziieren nicht wenige Menschen mit dem Wort automatisch die Begriffe Antisemitismus und vor allem Rassismus. Auch, weil der Begriff "völkisch" im Dritten Reich von den Nazis verwendet wurde.

Petry sagte der "Welt am Sonntag" dagegen: „Ich benutze diesen Begriff zwar selbst nicht, aber mir missfällt, dass er ständig nur in einem negativen Kontext benutzt wird.“ Sie habe ein Problem damit, "dass es bei der Ächtung des Begriffes 'völkisch' nicht bleibt, sondern der negative Beigeschmack auf das Wort 'Volk' ausgedehnt wird“. Der Begriff "völkisch" sei letztlich "ein zugehöriges Attribut" zum Wort "Volk", so Petry.

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Die AfD-Frontfrau kündigte überdies an, im kommenden Jahr in den Bundestag einziehen zu wollen. "Ich werde zur Bundestagswahl für die sächsische AfD-Landesliste kandidieren", sagte die sächsische AfD-Landtagschefin der Blatt. Darüber hinaus nannte Petry inhaltliche Bedingungen für eine Regierungsbeteiligung ihrer Partei auf Bundesebene "Wer keine Volksabstimmungen auf Bundesebene einführen will, mit dem wird die AfD nicht regieren", erläuterte Petry.

Wenig verwunderlich machte sie auch einen Konsens in der Flüchtlingspolitik zur Voraussetzung für eine Koalitionsbildung. "Wer nicht die illegale Zuwanderung auf dem Asylticket beenden will, mit dem wird die AfD nicht regieren", sagte die Chefin der rechts-konservativen Partei.

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