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Zahl islamistischer Gefährder „so hoch wie nie zuvor" - auch viele Mädchen gewalttätig

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Unmittelbar vor dem 15. Jahrestag der Terror-Anschläge vom 11. September 2001 in den USA hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière vor der hohen Zahl islamistischer Gefährder in Deutschland gewarnt. „Ihre Zahl ist mit über 520 Personen so hoch wie nie zuvor“, sagte der CDU-Politiker der „Bild“-Zeitung. „Gefährder sind Personen, bei denen bestimmte Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung, begehen werden“, sagte der Minister.

Neben den Gefährdern stufen die Länder de Maizière zufolge „noch rund 360 Personen als sogenannte 'relevante Personen' ein.“ Dabei handelt es sich um mögliche Unterstützer bei einer schweren politisch motivierten Straftat.

Offensichtlich radikalisieren sich hierzulande auch immer mehr muslimische junge Frauen. Die Beratungsstelle Radikalisierung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) verzeichne einen starken Anstieg der Beratungen, in denen es um die religiöse Radikalisierung von Mädchen gehe, berichtet die "Neuen Osnabrücker Zeitung". Waren in der Vergangenheit in etwas mehr als einem Viertel der Beratungsfälle Mädchen betroffen, seien es 2015 bereits knapp die Hälfte aller Fälle gewesen.

Der Trend setze sich in diesem Jahr fort. Seit der Freischaltung ihrer Hotline 2012 gingen bei der Beratungsstelle mehr als 2500 Anrufe ein. Nach Einschätzung von Michael Kiefer vom Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück sind "bereits 13-Jährige unter den Mädchen, die sich radikalisieren". Die Altersgrenze verschiebe sich immer weiter nach unten.

Anders als bei Jungen, die häufig provozierten und konfrontativ seien, vollziehe sich die Radikalisierung von Mädchen im Stillen, erklärte Kiefer. "Wir sprechen von einer Kinderzimmerradikalisierung", sagte der Islamwissenschaftler.

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