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Clinton schießt gegen Trump-Anhänger: "Erbärmliche Menschen"

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HILLARY CLINTON
Clinton schießt gegen Trump-Anhänger: "Erbärmliche Menschen" | The Washington Post via Getty Images
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  • Hillary Clinton hat die Anhänger ihres Kontrahenten Trump als "erbärmliche Menschen" bezeichnet
  • Trump antwortete prompt

Im US-Wahlkampf spitzt sich die Rhetorik weiter zu. Während Donald Trump bereits seit Monaten immer wieder mit ausfallenden Kommentaren über seine Gegenspieler für Aufregung sorgt, hat nun offenbar auch Hillary Clinton auf „Attacke“ geschaltet.

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin sagte bei einer Benefizveranstaltung am Freitag, die Hälfte der Anhänger ihres republikanischen Rivalen Donald Trump gehöre in einen "Korb erbärmlicher Menschen" . Trumps Unterstützer seien rassistisch, homophob, sexistisch, fremdenfeindlich und islamophob.

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Clinton sagte weiter, Trump habe der hasserfüllten Rhetorik dieser Menschen eine Stimme gegeben: "Leider gibt es solche Leute. Und er hat sie wieder aufgebaut."

Einige dieser Leute seien unverbesserlich, erklärte die ehemalige US-Außenministerin. Aber sie repräsentierten nicht Amerika.

"Sie beleidigt Millionen Amerikaner"

Die Demokratin ergänzte: Der andere Korb von Trump-Anhängern bestehe aus Individuen, die verzweifelt nach Veränderung suchten, sich von der Regierung und der Wirtschaft im Stich gelassen fühlten.

"Sie kaufen nicht alles, was er sagt, aber er scheint ihnen ein wenig Hoffnung zu machen, dass ihr Leben sich verändern könnte", sagte Clinton. "Das sind auch Menschen, die wir verstehen müssen“.

Clintons Bemerkungen zogen einen Tadel von Kellyanne Conway, Kampagnenmanagerin des republikanischen Kandidaten, nach sich. Clinton habe in ihrer Rede Millionen Amerikaner beleidigt, sagte Conway.

Und Trump selbst twitterte: "Während Hillary schreckliche Dinge über meine Unterstützer gesagt hat, und obwohl viele ihrer Anhänger niemals für mich stimmen würden, respektiere ich trotzdem alle von ihnen."

Die Antwort bekam Trump, der offenbar den milderen Ton der vergangenen Wochen fortzusetzen versucht, postwendend. Clinton schrieb - in Anspielung auf rassistische, respektlose Kommentare ihres Kontrahenten in der Vergangenheit: "Außer Afroamerikaner, Latinos, Einwanderer, Frauen, Kriegsveteranen - und andere von ihm so genannte Verlierer und Idioten."

Zuvor hatte Clinton zumindest bereits erklärt, Teile ihres Kommentars über Trumps Anhänger zu bereuen.

Trump ätzt: "Sie könnte 20 000 Menschen erschießen. Nichts würde passieren"

Schon am Freitag hatte dieser erneut gegen Clinton geschossen. Auf einer Veranstaltung in Florida nahm der Immobilien-Mogul Bezug auf die E-Mail-Affäre, die Clinton derzeit belastet.

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Trump sagte: "Sie könnte jetzt in diesen Saal kommen und jemanden vor den Augen von 20 000 Menschen erschießen, genau mitten ins Herz, und sie würde nicht strafrechtlich verfolgt. Das ist es, was vor sich geht.“

Am 8. November wird in den USA gewählt. Derzeit sieht es nach einem enorm engen Rennen aus. Eine Erhebung von CNN/ORC sieht Trump einen Punkt vor Clinton, er kommt auf 49 Prozent, sie auf 48. In einerUmfrage der LA Times und der Universität von Kalifornien ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, beide Kandidaten liegen bei 44 Prozent.

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