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Eine Mutter heiratete ihre eigene Tochter, doch das ist noch nicht einmal das Schlimmste

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INZEST
Eine Mutter heiratete ihre eigene Tochter, doch das ist noch nicht einmal das Schlimmste | Stephens County Sheriffs Department
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Eine Mutter und ihre Tochter sind wegen Inzest angeklagt worden, nachdem sie auf legalem Wege Anfang dieses Jahres geheiratet hatten.

Patricia Ann S., 43, und Misty Velvet Dawn S., 25, schlossen im US-Bundesstaat Oklahoma den Bund fürs Leben.

Bei ihren Ermittlungen stelle die Polizei fest, dass Patricia bereits 2008 ihren eigenen Sohn geheiratet hatte. Es ließ die Ehe 15 Monate später annullieren – als Grund gab er "Inzest“ an.

Wie die Huffington Post UK unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AP berichtet, behauptete er, mit seiner Mutter verheiratet zu sein.

Am Mittwoch erschienen Patricia und ihre Tochter am Gericht in Stephens County. Nach dem Gesetz in Oklahoma ist es verboten, ein enges Familienmitglied zu heiraten – egal, ob eine sexuelle Beziehung besteht oder nicht. Das Vergehen wird mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft.

Die Kinder wuchsen bei den Großeltern auf

Patricia, eine Mutter von drei Kindern, hatte das Sorgerecht für alle Kinder verloren. Die Geschwister wurden von den Großeltern adoptiert, berichtet die Regionalzeitung "Duncan Banner“.

Sie soll bis vor zwei Jahren keinen Kontakt zu ihrer Tochter gehabt haben – laut eigenen Angaben habe es dann "sofort gefunkt“.

Einem Sozialarbeiter soll Patricia erzählt haben, dass "sie nicht das Gefühl hatte, das Gesetz zu verletzen, weil ihr Name sowieso nicht mehr auf Mistys Geburtsurkunde stand“.

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Keine der beiden Frauen hatte einen Rechtsvertreter. Auch eine Telefonnummer konnte das Gericht nicht finden. Die Beiden lebten in der Stadt Duncan, die etwa 128 Kilometer von Oklahoma City entfernt liegt.

Auf eine Anfrage der Huffington Post gab die Polizei kein Statement zu dem Vorfall ab. Die Kaution für beide Frauen liegt bei 10.000 Dollar.

Am 6. Oktober sollen sie wieder vor Gericht erscheinen, da ihnen ein Pflichtverteidiger zugeteilt wird. Dann findet am 9. November eine weitere Vorverhandlung statt.

Dieser Text erschien ursprünglich bei der Huffington Post UK und wurde von Valentina Resetarits übersetzt.

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(lp)