Huffpost Germany

Das Gesicht der Piratenpartei verlässt das sinkende Schiff

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MARINA WEISBAND
Das Gesicht der Piratenpartei verlässt das sinkende Schiff | ullstein bild via Getty Images
Drucken

Die ehemalige politische Geschäftsführerin der Piraten, Marina Weisband, ist aus der Partei ausgetreten. Diesen Schritt habe sie klammheimlich schon vor einem Jahr getan, sagte sie dem Wochenendmagazin der "taz". "Die Partei hat sich nicht zum Positiven verändert", erläuterte die 28-Jährige. Weil sie den Piraten nicht schaden wolle, habe sie ihren Austritt nicht öffentlich gemacht.

Ein Polit-Comeback schloss Weisband nicht aus - dann aber in einer anderen Partei. "Das Label Piraten ist verbrannt", sagte sie. Übrig geblieben seien konservative Menschen, die das Internet in den Grenzen von 1990 wollten.

Weisband arbeitet nun im von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten "Aula"-Projekt, das Online-Beteiligung in die Schulen bringen will. Die Piratenpartei feiert an diesem Samstag ihr zehnjähriges Bestehen.

Piraten sind im Niedergang begriffen

Weisband war lange das Gesicht der Piraten. An ihrem Austritt zeigt sich der Niedergang der einst so fulminant gestarteten Partei.

Auch Berlin sind am Donnerstag zwei Ex-Piratenpolitiker in die Linkspartei eingetreten. Der bisher parteilose Fraktionsvorsitzende der Piraten, Martin Delius, und der Abgeordnete Simon Weiß unterzeichneten am Donnerstag im Foyer des Berliner Abgeordnetenhauses öffentlich ihren Eintritt in die Linke.

Rund die Hälfte der 15 Abgeordneten in der Piratenfraktion waren schon in den vergangenen Jahren und Monaten aus ihrer alten Partei ausgetreten. Als parteilose Abgeordnete waren sie weiter Mitglieder der Piratenfraktion.

Auch auf HuffPost:

Britischer Moderator demontiert Frauke Petry und AfD

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Eine ebenso simple wie geniale Idee steckt hinter dem Projekt World Bicycle Relief. Diese nämlich lautet: "Fahrrad = Mobilität = Bildung". So einfach kann Hilfe tatsächlich sein.

World Bicycle Relief stellt Menschen in Entwicklungsländern Fahrräder zur Verfügung, damit sie ihr Leben aus eigener Kraft verändern können. Denn in ländlichen Regionen Afrikas bedeutet ein Fahrrad ein großes Maß an Lebensqualität: Es verkürzt die Transportwege und erleichtert seinem Besitzer den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

Mit über 200.000 Fahrrädern, die in Afrika montiert werden, und 1000 ausgebildeten Mechanikern hilft WorldBicycleRelief vor Ort dabei, Armut zu bekämpfen und fördert Bildung und die wirtschaftliche Entwicklung in Gegenden, die sonst von der Infrastruktur abgeschnitten wären.

Unterstütze sie jetzt bei dieser Arbeit und spende auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.