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Hannes Arch: Der Extremsportler und Red-Bull-Pilot stirbt bei einem Hubschrauberabsturz

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Hannes Arch und Miriam Höller bei den Laureus World Sports Awards im April 2016 in Berlin

"Wir sind am Boden zerstört und uns fehlen die Worte", mit diesem Satz ist es traurige Gewissheit, dass Kunstflugweltmeister, Extremsportler und Red-Bull-Pilot Hannes Arch tot ist. Er verunglückte bei einem Hubschrauberabsturz in den Bergen, wie auf seiner offiziellen Homepage bestätigt wird. "Wir haben unseren besten Freund und Bruder verloren. Wir können nicht in Worte fassen, wie wir uns fühlen", heißt es weiter. Arch wurde nur 48 Jahre alt. Die Ursache für den Absturz ist noch völlig unklar.

Das tiefe Mitgefühl gelte seinen Eltern Heidelore und Johann, seiner Schwester Lisa, seinen Neffen Felix und Moritz und seiner Freundin. Arch war seit sechs Jahren mit der Deutschen Miriam Höller liiert. Die 29-Jährige ist Stuntfrau, Action-Model und war 2010 in der Casting-Show "Germany's next Topmodel" zu sehen.

Für sie ist es der zweite Schicksalsschlag innerhalb kürzester Zeit. Erst Ende Juli brach sie sich bei einem Foto-Shooting beide Beine und musste sich einer OP unterziehen. "Die Operation war größer als gedacht", erzählte sie der Nachrichtenagentur spot on news nach dem Eingriff. Bleibende Schäden seien nicht ausgeschlossen. Besonders bitter: Erst vor wenigen Tagen schrieb sie auf ihrem Facebook-Profil: "Ok, ok, mein Lächeln ist nicht wirklich überzeugend, hab aber dennoch gerade beschlossen: AB JETZT GEHT'S NUR NOCH BERGAUF!"

Mitte August unterstützte sie Hannes Arch noch beim Red Bull Air Race in Ascot - im Rollstuhl und mit beiden Beinen eingegipst. "Team Hannes Arch ist wirklich happy", lautete ihr Kommentar zu den Bildern. Bei Höller und Arch war es die große Liebe. Der Extremsportler postete noch am gestrigen Donnerstag ein Selfie von sich in den Bergen und schrieb dazu: "Entspannter freier Tag in meinen Bergen..."

Was war passiert?

Doch wie konnte es zu dem Absturz kommen? Arch war österreichischen Medien zufolge für seine Flugtransportfirma unterwegs. Er tätigte demnach einen Versorgungsflug für die alpinen Hütten in dem Gebiet. Doch nur eine Minute nach dem Start sei der Hubschrauber gegen eine Felswand geknallt und abgestürzt. Arch war offenbar sofort tot. Sein Mitflieger, ein Deutscher, sei schwer verletzt, aber außer Lebensgefahr. Das Wetter sei gut gewesen, der Flug hätte ohne Probleme verlaufen sollen, heißt es von Seiten der Polizeiinspektion Heiligenblut vor Ort. Experten sollen die Absturzursache nun klären.

Der Salzburger Red-Bull-Konzern reagierte mit großer Bestürzung auf die Todesnachricht. Er war 25 Jahre lang ein Teil der Red-Bull-Familie. "Wir werden seine Warmherzigkeit, Offenheit, seinen Sinn für Humor und seine unbändige Energie sehr vermissen", zitieren österreichische Medien aus einer offiziellen Stellungnahme. Das tiefe Mitgefühl gilt seiner Familie und Freunden.