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AfD beklagt Wahlbetrug: In manchen Wahlbüros in Mecklenburg-Vorpommern bekam die Partei 0 Prozent

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AFD
Der AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm | dpa
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  • AfD-Politiker beklagen Unregelmäßigkeiten bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern
  • So sei ein Wahlkreisbüro für 22 Minuten geschlossen gewesen
  • Ein Politiker fordert bereits eine Neuauszählung

Die AfD hat in mehreren Wahllokalen in Mecklenburg-Vorpommern Null Prozent der Stimmen bekommen. Das berichtet der AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm.

Dass seine Partei in den Kreisen politisch nicht überzeugt hat, glaubt er nicht. Er wittert vielmehr eine Manipulation und schließt eine Beschwerde gegen die "unplausiblen Ergebnisse." nicht aus.

In den betroffenen Wahlbüros holte die Partei "Alfa" des AfD-Gründers Bernd Lucke laut Holm rund 20 Prozent der Stimmen.

Wahlkreisbüro für 22 Minuten geschlossen

Schon jetzt hat der Stralsunder AfD-Kandidat Matthias Laack wegen eines angeblich verschlossenen Wahllokals in einem Stralsunder Bezirk Beschwerde eingelegt. Er will eine Neuauszählung der Stimmen im Wahlkreis Stralsund II verlangen.

Landeswahlleiterin Doris Petersen-Goes bestätigte am Mittwoch den Eingang einer E-Mail. Laack sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Wahllokal sei während der Stimmenauszählung nach der Landtagswahl am Sonntagabend 22 Minuten lang nicht zugänglich gewesen, so dass er die Auszählung nicht umfassend habe beobachten können.

Für Laack seien nur 56 Stimmen weniger ermittelt worden als für die Gewinnerin des Direktmandates, Ann Christin von Allwörden von der CDU. Fehler bei der Auszählung seien möglich, sagte er.

"Wahlsystem ist steinzeitmäßig"

Der Ulmer Wahlforscher Andreas Kohlsche hatte in der "Ostsee-Zeitung" gefordert, grundsätzlich alle Stimmen zweimal auszuzählen.

Das Wahlsystem sei "steinzeitmäßig", die Fehlerquote hoch. Das hätten seine Untersuchungen bei Wahlen ergeben. Die Beschwerde von Laack wird wohl nicht die einzige bleiben. Landeswahlleiterin Petersen-Goes sagte, sie habe einige Ankündigungen per Telefon erhalten.

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(lp)