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Geheimpapiere: IS plante, in Paris noch viel mehr Menschen zu töten

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BATACLAN
Trauernde vor der Veranstaltungshalle Bataclan, in der 89 Menschen erschossen wurden | Christian Hartmann / Reuters
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  • Bei den Anschlägen in Paris 2015 hätten noch viel mehr Menschen getötet werden können
  • Der IS plante weitere Attacken in Paris und den Niederlanden
  • Doch zwei der Attentäter trafen nicht rechtzeitig ein

Bei den Pariser Terrorattacken vom November 2015 starben 130 Menschen. Doch nach einem Bericht des US-Senders CNN hätten die Anschläge noch viel mehr Menschenleben kosten können. Denn zwei Terroristen trafen nicht rechtzeitig für die Anschläge in der französischen Hauptstadt ein. Sie wurden Monate nach den Attentaten festgenommen.

CNN-Reporter haben 90.000 Seiten an bisher geheim gehaltenen Ermittlungsakten zusammengetragen, die Aufschluss über die Reise der Terroristen durch Europa geben.

Griechenland hielt zwei Terroristen fest

Nach Ansicht europäischer Ermittler soll die Terrormiliz I ursprünglich geplant haben, weitere Attacken auf Ziele wie Einkaufszentren und einen Supermarkt in Paris auszuüben. Auch ein Angriff in den Niederlanden war geplant.

Für diesen Plan reisten vier Terroristen aus Syrien nach Europa. Die Selbstmordattentäter Ahmad al-Mohammad und Mohamad al-Mahmod sprengten sich vor dem Stade de France in die Luft.

Zwei Attentäter wurden auf der Reise allerdings aufgehalten. Adel Haddadi und Muhammad Usman wurden aufgrund ihrer gefälschten Pässe von den griechischen Behörden festgesetzt. Sie wurden für einige Wochen inhaftiert. Nach ihrer Freilassung sendete ihnen der IS 2000 Euro und sie konnten ihre Reise fortsetzen. Allerdings trafen sich nicht mehr rechtzeitig in Paris ein.

"Verschlankte Version eines noch größeren Plans"

Sie wurden schließlich nach den Attentaten in einem Flüchtlingsheim in Salzburg festgenommen. Dort trafen sie auch auf weiteren IS-Terroristen. Abdid Tabaouni stand laut CNN ebenfalls in Verbindung zur Pariser Terrorzelle und war bislang nicht öffentlich bekannt. Haddadi und Usman wurden bei der Razzia festgenommen, Tabaouni konnte entkommen. Er wurde im Juli in Brüssel festgenommen.

Deshalb sind sich die Ermittler laut CNN auch sicher, dass die Terrorakte in der französischen Hauptstadt nur eine "verschlankte Version eines noch größeren Plans" gewesen sei, "Europa zu treffen".

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