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Costa Rica setzt die meiste Zeit des Jahres komplett auf erneuerbare Energien – so können wir von dem Land lernen

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  • Costa Rica konnte in diesem Jahr sein Stromnetz bereits an 150 Tagen komplett ohne fossile Brennstoffe speisen.
  • Das zentralamerikanische Land will schon in wenigen Jahren CO2-neutral sein.
  • Was können wir von Costa Rica lernen?

In Sachen saubere Energien gilt Costa Rica schon lange als äußerst fortschrittlich. In diesem Jahr konnte der kleine zentralamerikanische Staat bereits an 150 Tagen das komplette Stromnetz durch erneuerbare Energien versorgen.

Schon ab dem Jahr 2021 will das Land sogar vollständig CO2-neutral sein.

Durch die Erfolgsgeschichte drängt sich eine Frage auf: Was kann sich Deutschland von Costa-Rica abschauen?

Costa Rica strebt die CO2-Neutralität an

Ganz überraschend ist der Erfolg Costa Ricas bei den regenerativen Energien nicht.

Wie die Nachrichten-Webseite "Mashable“ berichtet, kam der Staat in seiner Stromerzeugung bereits im letzten Jahr an insgesamt 299 Tagen ohne fossile Brennstoffe aus.

Während Costa Rica seinem Ziel der CO2-Neutralität immer näher zu kommen scheint, lag der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch in Deutschland nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im vergangenen Jahr bei vergleichsweise geringen 31,6 Prozent.

Wie schafft Costa Rica das?

Der größte Teil des Stroms wird in Costa Rica durch die Wasserkraft gewonnen. Nach Angaben des staatlichen Energie-Instituts "Instituto Costarricense de Electricidad" lag der Beitrag der Wassenergie im August bei rund 80 Prozent.

Durch saisonale Regenfälle kann dieser Anteil zweitweise so stark ansteigen, dass fossile Brennstoffe vollkommen überflüssig werden.

Ein weiterer wichtiger Beitrag für die Stromerzeugung in dem vulkanreichen Land liefert die Erdwärme. Wind- und Solarenergie spielen in Costa Rica hingegen nur eine sehr geringe Rolle.

Was die Quellen der sauberen Energie angeht, kann Deutschland dem zentralamerikanischen Land also wohl nicht viel nachmachen.

In Deutschland spielen statt Wasserkraft und Erdwärme vor allem die Solar- und Windenergie eine zentrale Rolle bei der Steigerung des Ökostrom-Anteils.

Ein kleines Land setzt ehrgeizige Ziele

Bei den Erfolgen Costa Ricas ist zudem zu bedenken, dass das Land lediglich knapp fünf Millionen Einwohner mit Strom versorgen muss. Das schmälert die Leistung des Landes bei der Erzeugung von sauberem Strom aber nur bedingt.

Zwar bringt das Land schon gute Voraussetzungen für die Erzeugung von sauberer Energie mit, aber es zeigt der Welt auch, wie man diese Voraussetzungen erfolgreich nutzt.

Klar ist nämlich: Costa-Rica hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, das es mit Nachdruck verfolgt. Damit ist das Land ein Vorbild für den Rest der Welt.

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