Huffpost Germany

Das Jenke-Experiment: Als der TV-Reporter diese Droge nimmt, läuft das Experiment aus dem Ruder

Veröffentlicht: Aktualisiert:
JENKE
Jenke auf Drogen: Als der TV-Reporter dieses Mittel nimmt, läuft das Experiment aus dem Ruder | RTL / Screenshot
Drucken
  • Zum Auftakt der vierten Staffel der RTL-Show "Das Jenke-Experiment" testet der Reporter harte Drogen
  • Der halluzinogene Stoff LSD hat bei Jenke von Wilmsdorff besorgniserregende Auswirkungen

"Das Jenke-Experiment“ ist wieder da: In der RTL-Show gibt sich TV-Journalist Jenke von Wilmsdorff für oft fragwürdige Selbstexperimente her. Der TV-Sender wollte am Montagabend mit einem Knaller in die vierte Staffel starten: Jenke griff zu Drogen. Nicht wie in Vergangenheit zu Cannabis oder Alkohol – sondern zu "harten“, chemischen Drogen.

Die Idee: Jenke will testen, was LSD, Ritalin, Ecstasy und K.O.-Tropfen mit seinem Körper und seiner Psyche anstellen. Dabei steht der Schauspieler und Reporter unter ständiger Beobachtung zweier Drogenexperten der Universität Freiburg.

Jenke tanzt die Nacht durch

Den Anfang macht Ecstasy. Jenke setzt die stimmungsanregende Party-Droge ein, wie tausende Feierwütige es jedes Wochenende tun. In einem Nachtclub nimmt er sie in Pulverform zu sich, tanzt bis morgens durch.

Dann schreiten die ihn begleitenden Sanitäter ein: Bei einem Ruhepuls von 130 brechen sie das Experiment ab. Jenke, der von einem "Zustand, aus dem man nicht mehr rauswill“ schwärmt, Drogen gar als "wunderbar“ bezeichnet, muss sich schlafen legen.

Am nächsten Morgen folgt der Kater, die bittere Ernüchterung. Die Euphorie der Nacht ist verflogen. Der TV-Star hat tiefe Augenringe, klagt über Kopfschmerzen. Eine Überraschung ist das nicht.

Schock-Moment auf LSD

Ebenso wenig neu sind Jenkes Erkenntnisse über LSD. Die halluzinogene Droge versetzt den Schauspieler in einen tiefen Rauschzustand, der vor der Kamera fast gekünstelt wirkt.

"Merkt ihr, wie das Dach atmet?", fragt Jenke, betrachtet immer wieder seine Finger, hält diese für Hot Dogs. Dann eskaliert die Situation.

Jenke verfällt in Panik – die Schattenseite der Droge. Er hat einen Horrortrip, fühlt sich beobachtet, beginnt vor seinen Ärzten und seinen Aufpassern davonzurennen.

„Diesen Leuten kann man nicht trauen“, brüllt er panisch. Dann kommt es zum Schnitt.

Noch Tage nach dem traumatischen Erlebnis fühlt sich Jenke schlecht. Als "so extrem wie nie zuvor“ hatte der Sender die neue Staffel beworben. Jenkes LSD-Erfahrung ist in der Tat extrem.

Drogen sind wie Himmel und Hölle zugleich - aber das ist nichts Neues

Sonderlich bereichernd ist die Sendung trotzdem nicht. Jenke nimmt die Leistungs-Droge Ritalin und ist enttäuscht, torkelt nach der Einnahme von K.O.-Tropen durch die Gegend, findet alles entweder toll, oder – mit Abstand betrachtet – total doof.

All das hat man bereits tausendfach gehört und gelesen. Drogen sind Himmel und Hölle zugleich. Danke, Jenke. So ist die erste Folge des Experimentes mal wieder eine kurzweilige Portion Voyeurismus. Investigativ ist sie dagegen nicht.

Immerhin der TV-Star selbst, kommt zu einer lehrreichen Erkenntnis. “Man hat schon das Gefühl, jetzt mehr Wissen zu haben, als vorher. Also über sich selbst.”, sagt Jenke, der am Ende der Folge meditative Tanz- und Atemtechniken als Droge seiner Wahl kennenlernt.

Auch auf HuffPost:

Dieser Mann wurde blind – wegen eines einfachen Fehlers, den viele jeden Abend machen

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Eine ebenso simple wie geniale Idee steckt hinter dem Projekt World Bicycle Relief. Diese nämlich lautet: "Fahrrad = Mobilität = Bildung". So einfach kann Hilfe tatsächlich sein.

World Bicycle Relief stellt Menschen in Entwicklungsländern Fahrräder zur Verfügung, damit sie ihr Leben aus eigener Kraft verändern können. Denn in ländlichen Regionen Afrikas bedeutet ein Fahrrad ein großes Maß an Lebensqualität: Es verkürzt die Transportwege und erleichtert seinem Besitzer den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

Mit über 200.000 Fahrrädern, die in Afrika montiert werden, und 1000 ausgebildeten Mechanikern hilft WorldBicycleRelief vor Ort dabei, Armut zu bekämpfen und fördert Bildung und die wirtschaftliche Entwicklung in Gegenden, die sonst von der Infrastruktur abgeschnitten wären.

Unterstütze sie jetzt bei dieser Arbeit und spende auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

(vr)