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Dieses Verhalten ist der häufigste Grund für Scheidungen

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SCHEIDUNG GRUND
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Habt ihr euch auch schon einmal dabei ertappt, wie ihr mit den Augen gerollt habt, als euer Partner etwas sagte oder ihr ein wenig zu sarkastisch während eines Gesprächs wurdet? Diese scheinbar nur wenig bedeutsamen Verhaltensweisen sind nicht so unbedeutend, wie ihr denkt.

Laut dem Beziehungs-Forscher John Gottman ist diese Art von verachtendem Verhalten, wie Augenrollen, Sarkasmus oder Beschimpfungen, der Hauptgrund für Scheidungen.

Gründe für Scheidungen

Gottman ist Psychologie-Professor an der University of Washington und untersucht mit seinem Team am Gottman Institut schon seit 40 Jahren die Gründe für Scheidungen. Gottman nennt sie die "vier Reiter der Apokalypse".

Verachtung ist dabei das sicherste Anzeichen, gefolgt von Kritik, Abwehrhaltung und Mauern (sich seinem Partner emotional entziehen).

Wie also lässt sich Verachtung verhindern? Experten fassen sieben Dinge zusammen, die man tun kann, um dieses Verhalten gegenüber dem Partner unter Kontrolle zu bringen.

1. Der Ton macht die Musik

"Mach dir klar: Es ist nicht was du sagst, sondern wie du es sagst. Verachtung macht sich oft durch Beschimpfungen, Sarkasmus, lange Seufzer und Augenrollen bemerkbar. Wie ein Gift kann es so das Vertrauen und die Sicherheit in einer Beziehung zerstören und die Ehe langsam töten. Du willst gehört werden. Daher musst du deine Botschaft auf eine Art und Weise vermitteln, die deiner Beziehung nicht schadet." - Christine Wilke - Paartherapeutin, Easton/Pennsylvania

2. Sag nie mehr "egal"

"Wer 'ach, egal' zu seinem Partner sagt, bringt eigentlich nur zum Ausdruck, dass er ihm nicht zuhören wird. Das heißt soviel wie: Dir ist es nicht wichtig, was er zu sagen hat. Aber das ist das letzte, was der Partner hören sollte. Wer einem Partner solche Botschaften sendet, auch wenn es nur verdeckte Botschaften sind, kann dafür sorgen, dass die Beziehung schnell in die Brüche geht." - Aaron Anderson - Familientherapeut aus Colorado

3. Lass den Sarkasmus

"Verzichte auf Sarkasmus und Kommentare wie 'Klar, machst du das' oder 'Oh, wie witzig' in einem rüden Ton. Versuche, ganz grundsätzlich keine Witze über deinen Partner zu machen, vor allem auch nicht in Bezug auf sein Geschlecht, wie: 'Klar, du bist ja auch eine Frau'." — LeMel Firestone-Palerm, Paartherapeutin

4. Lebe nicht in der Vergangenheit

"Die meisten Paare zeigen Verachtung, nachdem sich viele kleine Dinge aufgebaut haben. Wer Verachtung grundsätzlich vermeiden will, sollte immer auf das Hier und Jetzt bezogen kommunizieren. Sag es sofort, wenn dir etwas nicht passt. Nimm auch die Kritik deines Partners an dir selbst ernst, dann wirst du auch beim nächsten Streit weniger selbstgerecht sein." - Judith und Bob Wright, Autoren von "The Heart of the Fight: A Couple’s Guide to Fifteen Common Fights, What They Really Mean, and How They Can Bring You Closer"

5. Achte auf deine Körpersprache

"Wenn du merkst, dass du oft mit den Augen rollst oder verächtlich guckst, kann das ein Signal für Probleme sein. Versucht etwas Abstand zu gewinnen, wenn ihr streitet und erinnert euch an die Dinge, die ihr am anderen mögt." — Chelli Pumphrey, Paartherapeutin aus Denver, Colorado

6. Sag dem Partner nie, dass er übertreibt

"Wer dem Partner sagt, dass er übertreibt, sagt nichts anderes als: 'Deine Gefühle sind mir nicht wichtig.' Sag also nicht, er übertreibt, sondern höre dem Partner zu. Versuche zu verstehen, was den Partner bewegt und warum er so fühlt, wie er fühlt. Gefühle haben einen Grund." — Aaron Anderson

7. Wenn du merkst, dass du Verachtung spürst: Halte inne und atme tief durch

"Versuch dir klarzumachen, was Verachtung ist. Dann wirst du auch sehen, ob es das in deiner Ehe gibt. Wenn du Verachtung gegenüber dem Partner spürst, atme tief durch und sage innerlich laut 'Stop!'. Finde einen anderen Weg für das, was du sagen möchtest. Verachtung ist eine ungünstige Eigenschaft, wie rauchen oder Nägelkauen. Aber wer daran arbeitet, kann es loswerden." — Bonnie Ray Kennan, Psychotherapeut aus Torrance, Kalifornien

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Gunda Windmüller aus dem Englischen übersetzt.

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(glm)