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Syrien-Friedensgespräche zwischen USA und Russland gescheitert

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PUTIN
Beim G20-Gipfel in China konnten sch die USA und Russland bislang auf keine Strategie bezüglich Syriens einigen | dpa
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  • Die Gespräche zwischen den USA und Russland um eine Lösung für das Bürgerkriegsland Syrien sind vorerst gescheitert
  • Auch Angela Merkel hatte am Sonntag mit Russlands Präsident Wladimir Putin bereits über die Situation in Syrien diskutiert

Das Ringen der USA und Russland um eine Lösung für das Bürgerkriegsland Syrien ist vorerst ohne Ergebnis geblieben.

Das berichtet die amerikanische Nachrichtenseite "CNN" unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten. Diplomaten sprachen von "technischen Fragen", die einer Einigung im Weg stünden.

Russische Diplomaten bekräftigten am Montag jedoch, die Suche nach einem abgestimmten Vorgehen in dem Bürgerkriegsland gehe weiter.

Keine schnelle Lösung in Sicht

Die Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Barack Obama, hatten sich am Montag am Rande des G20-Gipfels in Hangzhou getroffen, nachdem Gespräche der Außenminister beider Länder, John Kerry und Sergej Lawrow, zu einer möglichen Zusammenarbeit in Syrien am Sonntag ohne Einigung endeten.

Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach von einem guten Gespräch, das länger gedauert habe als geplant.

Trotz intensiver Verhandlungen am Rande des G20-Gipfels war am Sonntag bereits klar geworden, dass keine schnelle Lösung möglich sein würde - auch wenn US-Präsident Barack Obama eine Vereinbarung mit Russland zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgeschlossen hatte.

"Unsere Gespräche mit den Russen sind der Schlüssel, denn wenn die Russen nicht wären, könnten Assad und sein Regime ihre Offensive nicht aufrechterhalten." Man sei aber noch nicht so weit ein Friedensabkommen zu schließen - es gebe noch tiefe Meinungsverschiedenheiten, sagte Obama am Sonntag vor dem Treffen mit Putin.

Obama sieht "tiefe Meinungsverschiedenheiten" mit Russland

Obama hatte Uneinigkeiten mit Russland bereits am ersten Gipfeltag angedeutet.

"Wenn die Russen nicht Zugeständnisse machen, die Gewalt zu reduzieren und die humanitäre Krise zu lindern, wird es schwierig, die nächste Phase zu erreichen", sagte der US-Präsident. Er sah eine Waffenruhe als Vorbedingung für weitergehende Friedensgespräche.

Die beiden Mächte verhandeln seit Monaten über ein abgestimmtes Vorgehen in Syrien. Die USA wollen vor allem erreichen, dass Syrien und Russland Angriffe auf Zivilisten einstellen und den Weg frei machen für humanitäre Hilfe in belagerten Gebieten - zum Beispiel im Ostteil von Aleppo.

In fünf Jahren Bürgerkrieg gegen den syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad sind etwa 400.000 Menschen getötet worden. Fünf Millionen Menschen sind auf der Flucht.

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