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Umverteilung: Aus diesem EU-Land zogen fast alle Flüchtlinge nach Deutschland

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  • Ein Fernsehbericht aus Lettland zeigt symbolisch die Probleme bei der Verteilung von Flüchtlingen in der EU
  • Von zwei Dutzend Flüchtlingen, die nach Lettland geschickt wurde, zogen fast alle nach Deutschland
  • Das Problem: In Lettland gibt es zu wenig Jobmöglichkeiten

Fast alle der zwei Dutzend bislang nach Lettland umgesiedelten Flüchtlinge haben einem Medienbericht zufolge den Baltenstaat bereits wieder verlassen.

Es handelt sich dabei um immerhin 23 - ja - 23 Migranten.

Von 23 überführten Flüchtlingen, die anerkannt wurden oder einen alternativen Schutzstatus erhalten haben, seien 21 auf eigene Faust nach Deutschland weitergezogen, berichtete das lettische Fernsehen am Montag.

Grund dafür sei, dass es für Flüchtlinge in Lettland nahezu unmöglich ist, eine Arbeit oder Wohnung zu finden.

"Wir werden keine Mauer errichtet und sie aufhalten"

Den lettischen Behörden liegen der Agentur BNS zufolge keine Informationen über die Weiterreise der Flüchtlinge vor. Rechtlich bestehe nach Angaben der Migrationsbehörde auch keine Möglichkeit, sie aufzuhalten - nach Anerkennung gelte die Reisefreiheit innerhalb Europas.

Trotz ihres unbekannten Verbleibs erhielten die Flüchtlinge aber weiterhin monatlich 139 Euro vom lettischen Staat.

Ministerpräsident Maris Kucinskis kündigte an, dass sich die Mitte-Rechts-Regierung in Riga in Kürze mit der Angelegenheit befassen werde.

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"Wir werden kein totalitärer Staat sein, der eine Mauer errichtet und alle aufhalten kann", sagte er. Lettland hat bislang 69 der fest zugesagten 531 Flüchtlinge aufgenommen. Gegen die Aufnahme von Migranten gibt es dort starke Vorbehalte.

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