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Wegen Blödelei bei Siegerehrung: Harting droht Gerichtsverfahren

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Christoph Hartings Sieg bei den Olympischen Spielen wurde von seinem Auftritt bei der Siegerehrung überschattet. Als der Diskuswerfer die Goldmedaille überreicht bekam und die deutsche Nationalhymne anschließend gespielt wurde, hampelte Harting auf dem Podest herum (siehe Video). Der Auftritt wurde sehr gespalten wahrgenommen.

Und nun könnte er auch noch juristische Konsequenzen für den 26-jährigen Bundespolizisten nach sich ziehen.

Wie die Zeitung "Welt am Sonntag" berichtet, habe eine Privatperson gegen den Olympiasieger Anzeige erstattet. Dies bestätigte Jochen Maron, Leiter der Bundespolizeisportschule in Kienbaum und Vorgesetzter von Harting.

60.000 für Teilnahme bei "Schlag den Star"

Auch ein internes Verfahren bei der Bundespolizei soll eingeleitet werden. "Ich stehe dem Verhalten von Christoph Harting sehr kritisch gegenüber. Dieser Vorfall wird auch in jedem Fall noch nachbereitet“, sagte Maron der Zeitung.

Mehr zum Thema: Das steckt hinter Christoph Hartings Skandal-Auftritt bei Olympia

Harting ist indes bereits informiert und zu einem persönlichen Gespräch bei Maron geladen. Dann soll es wohl um seinen bizarren Auftritt gehen.

Wie die "Welt am Sonntag" weiter berichtet, könnte Harting von seinem Jubel dennoch profitieren. Dem 26-Jährigen soll ein Angebot des TV-Senders Prosieben über 60.000 Euro vorliegen, sofern er an der Sendung "Schlag den Star" teilnimmt.

Saison wegen Infekt beendet

Der Antrag für die Nebentätigkeit muss allerdings erst von der Bundespolizei genehmigt werden. Inzwischen soll aber eine Entscheidung gefallen sein: Demnach darf Harting an der Sendung teilnehmen, muss seine Gage aber der Bundeskasse überlassen.

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Sportlich ist die Saison für Harting hingegen schon vorbei. Wegen eines Infekts fiel das mit Spannung erwarteten Bruderduell im Diskusring beim Istaf in Berlin aus.

"Die letzten Tage waren schwer, ich lag im Bett mit Fieber und Schüttelfrost. Ich bin in Rio krank geworden - das schleppe ich jetzt seit zwei Wochen mit mir rum", erklärte der 26-Jährige übers Stadionmikrofon. "Schade, dass ich nicht dabei sein kann. Ich werde jetzt einfach den Wettkampf genießen."

Mit Material der dpa

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