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Neue Studie: So verändert sich der Tourismus auf der Welt

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In Zukunft werden immer mehr ältere Menschen Urlaub machen

Der Charakter der Reisenden verändert sich in den kommenden zehn Jahren deutlich: Die Urlauber werden älter sein, zumeist aus Schwellenländern wie China, Russland und Brasilien kommen und ihren Reiseschwerpunkt auf Gesundheitstourismus setzen. Das geht aus einer Studie hervor, die Visa und Oxford Economics zusammen erarbeitet haben. Dabei warfen das Kreditinstitut und die Universität einen Blick auf den Tourismus bis zum Jahr 2025 und kamen zum Ergebnis, dass 282 Millionen Haushalte mindestens einmal im Jahr ins Ausland reisen werden. Das wären 35 Prozent mehr als heute.

Visa und Oxford Economics haben als Grundlage ihrer Untersuchung die Ausgaben von Visa-Kreditkarten-Nutzern bei Reisen verwendet. Dabei fanden sie heraus, dass die Urlauber immer älter werden, und sich deren Wünsche bei Reisen deutlich verändern. Die Zahl der über 65-jährigen Urlauber soll sich demnach bis 2025 auf 180 Millionen Fahrten pro Jahr verdoppeln.

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Viel mehr Urlauber aus den Schwellenländern

Darüber hinaus können sich künftig ältere Menschen längere und teurere Reisen leisten. Die durchschnittlichen, jährlichen Ausgaben für Reisen im Jahr 2025 schätzen die Wissenschaftler bei 4.800 Euro pro Familie. Aufgrund des Bevölkerungswachstums der Mittelklasse der Schwellenländer und der technologischen Fortschritte, die Reisen einfacher, bequemer und billiger machen, wird ihnen das Reisen zugänglich sein.

Besonders die Menschen aus den Schwellenländern können sich freuen. Sie können in den nächsten Jahren immer mehr Urlaube machen. Wie die Studie herausgefunden hat, machen vor allem Russen künftig mehr Reisen. Bis 2025 steigen ihre Urlaubsausgaben auf 44,3 Milliarden Euro, das sind mehr als doppelt so viel wie noch heute. Auch Brasilianer (34 Milliarden Euro) und Chinesen (230,1 Milliarden Euro) geben in den nächsten Jahren doppelt so viel Geld für Urlaube und Reisen aus wie heute.

Die Wissenschaftler kommen zudem zu einem weiteren Ergebnis: Um die große Zahl der Urlauber zu meistern, müssen Flughäfen und Hotels ausgebaut werden.