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Eklat vor Illner-Sendung: CDU-Politiker gerät mit Muslima aneinander

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Das Spannendste passierte am Donnerstag bei "Maybrit Illner" nicht in der Sendung - sondern davor.

Die Gäste sollten zum Thema Integration diskutieren. Geladen waren unter anderem der Chef der Jungen Union, Paul Ziemiak, und die muslimische Publizistin Khola Maryam Hübsch.

Die beiden gerieten schon aneinander, bevor die Kameras im Studio überhaupt liefen. Hübsch hatte vor der Sendung Ziemiak den Handschlag verweigert. Sie sagte dazu in der Sendung: "Das ist mein gutes Recht!"

Tatsächlich wurde hier die Sendung konkret. Erst kürzlich war es an einer Berliner Schule zum Eklat gekommen, als ein Vater muslimischen Glaubens einer Lehrerin den Handschlag verweigerte. Der Fall liegt mittlerweile vor Gericht.

Ausgrenzung führt zu Radikalisierung

Auch zum allgemeinen Diskussionsthema der Sendung hatte Hübsch Substantielles - wenn auch nicht Neues - zu sagen.

Sie bemerkte: „Wenn man in Deutschland nicht gleichwertig behandelt wird“, könne man sich durchaus vorstellen, „dass sich manche radikalisieren.“

Was passiert, wenn die Integration misslingt, lässt sich am besten in Frankreich beobachten: Dort sind viele vor allem junge Muslime in den Trabantenstädten ohne Job gefangen - die Aussichtslosigkeit führt dazu, dass sie salafistischen Hasspredigern in die Hände laufen. Experten warnen schon länger vor diesen Ursachen der Radikalisierung.

Hübsch stellte auch fest: Der Westen habe „auf Kosten der ärmeren Länder gelebt“.

All das ist längst bekannt und es hilft vielleicht auch nicht, wenn die Sätze von einer Muslima kommen, die den Handschlag verweigert. Wahr sind die Sätze dennoch.

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(sk)