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Klage gegen Steuerurteil: Irland will kein Geld von Apple

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APPLE COOK
Klage gegen Steuerurteil: Irland will kein Geld von Apple | Robert Galbraith / Reuters
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  • Die EU-Kommission hat entschieden, dass Apple 13 Milliarden Euro an Steuern nachzahlen muss
  • Die irische Regierung, will gegen die Entscheidung klagen - obwohl das Geld an Irland fließen würde

Die irische Regierung will gegen die Entscheidung der EU-Kommission klagen, dass der US-Konzern Apple 13 Milliarden an Steuern nachzahlen muss. Das hatte der irische Fernsehsender RTÉ berichtet.

Die Partei „Unabhängige Allianz“ wollte das Geld nicht annehmen und setzte sich in einer halbstündigen Kabinettssitzung mit dieser Meinung durch.

Nun muss der Europäische Gerichtshof klären, ob die Entscheidung korrekt und die Summe angemessen ist.

Angst vor den negativen Folgen

Warum nimmt Irland diese riesige Summe nicht an? Die Politiker in Irland fürchten, dass Apple seinerseits gegen das Finanzministerium klagen könnte. Eine Steuernachzahlung würde außerdem andere Unternehmen abschrecken. Investitionen und Arbeitsplätze wären dann gefährdet, wie der Abgeordnete Finian McGrath den Fernsehteams erklärte.

Auch Apple-Chef Tim Cook hatte die Entscheidung der EU-Kommission stark kritisiert. Er unterstellte der EU-Kommission, das Steuerurteil habe eine politische Agenda. Cook kündigte an, sich gemeinsam mit Irland gegen die Nachzahlung zu wehren.

Sollte sich die EU-Kommission mit ihrem Urteil durchsetzen, hatte Cook bereits mit dem Abbau von Arbeitsplätzen gedroht.

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