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Diese Grafik sollte jeder kennen, der mit einem Islam-Hasser konfrontiert wird

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Erinnerst du dich noch an diesen einen Typen in der U-Bahn, der die muslimische Mutter wegen ihres Kopftuchs anpöbelte? Oder an die alte Frau im Supermarkt, die den arabisch aussehenden Jungs irgendetwas Hasserfülltes zufauchte?

Viele von uns werden im Alltag unfreiwillige Zeugen von Islamophobie.

Wer eine solche Situation schon einmal erlebt hat, weiß auch, wie schwierig es sein kann, als Dritter darauf zu reagieren. Soll man nun zurück pöbeln? Eine wutentbrannte Moralpredigt halten?

Grafik erklärt, wie man Opfern islamophober Angriffe helfen kann

Die junge Pariser Künstlerin Maeril hat eine Grafik erstellt, die erklären soll, wie man Opfern islamophober Angriffe am Besten helfen kann - ohne überhaupt mit dem Störenfried kommunizieren zu müssen. Ihre bebilderte Anleitung teilte die Französin mit arabischen Wurzeln auf ihrer Tumblr-Seite:

Die Anleitung besteht aus vier Schritten:

1) Wer Zeuge eines islamophoben Angriffs wird, soll sich laut Maeril zunächst ruhig, freundlich und offen an das Opfer wenden - und vor allem: Den Angreifer ignorieren.

2) Anschließend solle man ein beliebiges Thema wählen und mit dem Opfer darüber plaudern - das könne das Wetter sein, ein Kleidungsstück, das einem am anderen gefällt - oder ein Film, den man kürzlich gesehen hat.

3) So schaffe man im dritten Schritt einen Ort, an dem sich das Opfer sicher fühlen könne. Indem man ihn ignoriert, werde der Angreifer aus diesem ausgeschlossen.

4) Laut Maerils Anleitung soll man dann solange weiterreden, bis der Störenfried aufgebe - und anschließend dem Opfer helfen, sicher in ein neutrales Umfeld zu gelangen, falls nötig.

Dabei seien zwei Punkte besonders wichtig, schreibt die Künstlerin unter der Grafik: Den Angreifer komplett zu ignorieren - und die Gefühle des Opfers zu respektieren. "Wenn sie alleine sein wollen, akzeptiert das", fügt die Französin hinzu.

Situationen entschärfen durch gegensätzliches Verhalten

"Meine Tipps basieren auf einem bekannten Konzept aus der Psychologie", erklärte die Künsterlin im Interview mit der amerikanischen Nachrichtenseite "BuzzFeed".

Diese geht davon aus, dass man durch gegensätzliches Verhalten - indem man zum Beispiel Wärme und Freundlichkeit ausstrahlt, wenn einem Hass entgegenschlägt - Situationen entschärfen kann.

Das Netz scheint der Künstlerin zuzustimmen - ihre Grafik gegen Islamophobie wurde inzwischen tausende Male geteilt, über 50.000 Menschen haben sie kommentiert.

Damit könnte Maeril ihrem ursprünglichen Ziel ein gutes Stück näher gekommen sein: "Ich will, dass niemand mehr sagen kann, er habe nicht gewusst, wie er reagieren soll", schrieb die junge Frau dazu auf ihrer Website.

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