Huffpost Germany

Ex-Familienministerin Schröder warnt vor Gewalt gegen Frauen durch muslimische Zuwanderer

Veröffentlicht: Aktualisiert:
KRISTINA SCHROEDER
Ex-Familienministerin Schröder warnt vor Gewalt gegen Frauen durch muslimische Zuwanderer | Michael Gottschalk via Getty Images
Drucken
  • Die ehemalige Familienministerin Kristina Schröder fordert eine tabulose Debatte über Gewalt gegen Frauen
  • Besonders unter muslimischen Zuwanderern sei diese verbreitet

Der Jahrestag von Angela Merkels "Wir schaffen das“ hat in Deutschland eine breite gesellschaftliche Debatte über den Kurs in der Flüchtlings- und Integrationspolitik hervorgerufen.

Die ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder äußert nun Sorge über die Integration von Flüchtlingen aus dem islamischen Kulturkreis.

Mehr zum Thema: Ein Jahr "Wir schaffen das": Warum ich heute auf dieses Deutschland stolz bin


In diesem herrsche oft ein Ehrbegriff, nach dem der Mann auf keinen Fall als schwach gelten dürfe. Schröder sagte der Huffington Post: "Diese vermeintliche Ehre wird dann oft auch mit Gewalt verteidigt. Und das wirkt sich indirekt leider auch auf Frauen aus.“

Schröder: "Archaische Vorstellung, die Gleichberechtigung Hohn spottet"

Erscheine eine Frau als "unehrenhaft“, glaubten manche, sich ihr auch unehrenhaft nähern zu dürfen, sagte Schröder. Die CDU-Politikerin forderte: "Diese archaische Vorstellung, die der Gleichberechtigung von Mann und Frau Hohn spottet, müssen wir dringend angehen."

Ein Jahr, nachdem Kanzlerin Merkel den Kurs der liberalen Flüchtlingspolitik mit ihrem "Wir schaffen das“ eingeleitet hatte hatte, fordert Schröder eine "tabulose Debatte über Gewalt gegenüber Frauen, wie es sie beispielsweise auch beim Thema Zwangs-Verheiratungen immerhin schon mal in Ansätzen gab“.

Schröder fordert klare Ansagen und harte Strafen

Schröder sagte der HuffPost: "Wir müssen klare Ansagen machen, was die Werte des Zusammenlebens in Deutschland sind – dass also die Werteordnung des Grundgesetzes unbedingte Achtung verlangt.“

Dafür sei auch ein stärkeres Engagement der Verbände der Muslime nötig. Diese müssten bereit sein, diese Themen auch offen anzusprechen. "Zu guter Letzt gehören eine konsequente Polizeiarbeit und harte Strafen dazu“, erklärte Schröder.

Bewährungsstrafen reichen nicht

Bewährungsstrafen seien dabei kein hinreichendes Mittel: "Diese gelten dann nicht als zweite Chance, sondern als Beweis dafür, dass der deutsche Staat nicht Ernst zu nehmen sei.“

Schröder forderte stattdessen den so genannten Warnschussarrest für straffällige Zuwanderer: "Ein solcher Arrest kann auch mit einer Bewährungsstrafe verhängt werden. Dieses neue Instrument wird in einigen Ländern leider viel zu zögerlich angewendet.“

Unter einem Warnschussarrest versteht man eine Freiheitsstrafe von maximal vier Wochen, die zusätzlich zu einer Bewährungsstrafe verhängt wird.

Auch auf HuffPost:

HuffPost-Live mit Henryk M. Broder: "Ich bewundere Erdogan"

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

In einem großangelegten Projekt hilft der Verein SyrienHilfe e.V. vor Ort Menschen in Not, die ihre Heimat nicht verlassen können oder wollen. Seit 2012 setzen sich Ärzte, Ingenieure, Archäologen, Lehrer und Künstler in dem Bürgerkriegsland dafür ein, dass die Bevölkerung in ihrem eigenen Land ein würdevolles Leben führen kann.

Der Verein betreut Waisenkinder, organisiert medizinische Versorgung für Behinderte und chronisch Kranke und finanziert Lebensmittel und Unterkünfte.

Unterstütze sie jetzt auf www.zusammen-für-flüchtlinge.de, der zentralen Plattform für Projekte in der Flüchtlingshilfe von betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

(lk)