Huffpost Germany

"Die unendliche Geschichte" als Google Doodle: Das bedeutet, "Tu was du willst"

Veröffentlicht: Aktualisiert:
UNENDLICHE GESCHICHTE
Google Doodle feiert die Veröffentlichung von dem Buch "Die unendliche Geschichte" | Google
Drucken
  • "Die unendliche Geschichte" auf Google: Doodle-Galerie mit Szenen aus dem Buch, das am 1. September 1979 erstmals erschienen ist
  • Der wichtige Satz im Buch ist "Tu was du willst"
  • Was der Autor sich dabei gedacht hat, offenbart sein Nachlass

Erinnert ihr euch noch an euer erstes Mal, als ihr "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende gelesen habt? Ihr seid zusammen mit Bastian Balthazar Bux in eine Fantasy-Welt abgetaucht und habt Atréju und die Kindliche Kaiserin kennengelernt.

Das Google Doodle vom 1. September zeigt den Moment, als Bastian "Die unendliche Geschichte" entdeckt und zu lesen beginnt. Verschiedene Szenen aus der Geschichte hat Sophie Diao bebildert - ihr könnt sie durchklicken, wie in einer Bildgalerie.

Das wir das an diesem Donnerstag bei der Suchmaschine sehen, ist kein Zufall. Denn im Jahr 1979 wurde Michael Endes Kinderbuch-Klassiker an diesem Tag veröffentlicht - und begeistert seitdem Generationen von Kinder und Jugendlichen.

"Die unendliche Geschichte" mit Bastian, Atréju und der Kindlichen Kaiserin

Der Clou: Es gibt an sich zwei Welten. Die eine ist Bastians - unserer nicht unähnlich. Atréju lebt in der zweiten Welt, dem im Traumreich Phantásien in Bastians Buch. Der junge Held soll seine Heimat und die kranke Herrscherin, die Kindliche Kaiserin, vor dem Nichts retten.

Bastian fiebert zunächst wie die Leser mit. Anders als wir findet er sich aber plötzlich in Phantásien wieder und will es retten. Dabei lernt Bastian, was der Spruch auf dem Symbol der unumschränkten Herrschaftsgewalt in Phantásien wirklich bedeutet. Dann das ist Bastian noch nicht bewusst, als er vor dem Löwen Graógráman steht.

"Tu was du willst" - und finde deinen "Wahren Willen"

"Tu was du willst" meint nämlich nicht, zu tun, was man sich wünscht. Auch wenn Bastian das zunächst glaubt. Ein Irrtum, dem wohl auch der Regisseur Wolfgang Petersen unterlag, als er den Satz für die Buchverfilmung mit "Do what you dream!" übersetzt hat (sehr zum Missfallen von Ende).

Denn in unseren Träumen (also in Phantásien) können wir nicht unseren "Wahren Willen" ausleben. Aber man kann ihn dort finden. Das betonte Michael Ende laut seinem Nachlass.

Als Bastian das erkennt, kehrt er letztlich auch in die Menschenwelt zurück. So erklärte der Autor einst den Verlauf seiner "unendlichen Geschichte". Die Idee dahinter geht demnach übrigens auf den Humanisten François Rabelais oder auch den Heiligen Augustin zurück.

"Die unendliche Geschichte" begeistert auch als Film

"Die unendliche Geschichte" begeisterte in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur Lesefans (ihr könnt euch ein Exemplar zum Beispiel hier auf Amazon kaufen). Auch die Verfilmung von 1984 zählt definitiv zu den Kinder-Klassikern.

An die Szene, in der Atréju mit dem Glücksdrachen Fuchur durch die Lüfte saust und das weiße Fell dieses friedlichen Wesens im Wind weht, erinnert sich wohl jeder Fan des Films. Mancher saß vielleicht auch schon auf dem Rücken des Glücksdrachens. Denn die XXL-Puppe mit den großen Augen lebt heute in der Bavaria Filmstadt in München.

Michael Ende gehört zu den erfolgreichsten deutschen Kinderbuchautoren

"Die unendliche Geschichte" ist nur ein Roman, den Michael Ende seinen Lesern geschenkt hat. "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" kam 1960 auf den Markt. Es folgten unter anderem "Momo" (1973) und der "Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch" (1989). Ende gilt als einer der erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. Er starb 1995 mit 65 Jahren.


Auch auf HuffPost:

Er dachte, er hätte einen gewöhnlichen Garten - bis er eines Tages eine Falltür fand