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Pilotprogramm: Bundeswehr bildet erstmals syrische Flüchtlinge aus

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BUNDESWEHR FLUECHTLINGE
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen | Getty
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  • In einem Pilotprogramm bildet die Bundeswehr 45 syrische Flüchtlinge aus
  • Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen unterzeichnete die Vereinbarung am Donnerstag in Ingolstadt
  • Ursprünglich war das Projekt für bis zu 120 Flüchtlinge geplant gewesen

Mit einem Ausbildungsprogramm für 45 Syrer will die Bundeswehr einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen leisten.

Die Kooperationsvereinbarung für das Pilotprojekt unterzeichneten Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, am Donnerstag in einem Ausbildungszentrum der Bundeswehr in Ingolstadt.

Die Syrer sollen bei der Bundeswehr Fähigkeiten erwerben, die ihnen nicht nur in Deutschland, sondern auch nach einer Rückkehr in die Heimat nützen.

Bundeswehr fand nicht genügend Interessenten

Die Bundeswehr vermittelt ihnen Grundkenntnisse in den Bereichen Handwerk, Sanitätsdienst, Technik und Bau. Die Kurse haben am Montag begonnen und finden an sechs Standorten in Bayern, Niedersachsen und Berlin statt.

Sie dauern je vier Wochen. Wer will, kann mehrere Kurse besuchen. Das Projekt war eigentlich für bis zu 120 Flüchtlinge ausgelegt. Es fanden sich jedoch zunächst nicht genügend geeignete Interessenten. Die Teilnehmer erhalten während der Maßnahme Arbeitslosengeld II.

Die Bundeswehr hatte im vergangenen Jahr geholfen, die Unterbringung und Versorgung neu angekommener Flüchtlinge zu organisieren. Zeitweise waren bis zu 9000 Soldaten im Einsatz.

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(ben)