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Rechtsstreit über IS-Buch: Til Schweiger beglückwünscht Jürgen Todenhöfer zu seinem Sieg

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TODENHOEFER SCHWEIGER
Til Schweiger und Jürgen Todenhöfer gehen zusammen auf den "Spiegel" los | dpa/HuffPost
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Der Publizist Jürgen Todenhöfer hat seinen Rechtsstreit mit dem Magazin "Der Spiegel" beigelegt. Es ging um einen im Januar dieses Jahres erschienenen Artikel mit dem Titel "Der Märchenonkel".

Vor dem Hamburger Landgericht kam es am Montag zu einer Einigung. Der "Spiegel" verpflichtet sich, den Artikel im Internet zu löschen.

Richter stellte Passagen in Todenhöfers Buch infrage

Die Journalistin Özlem Gezer hatte darin über Todenhöfers Reise zum sogenannten Islamischen Staat (IS) und sein Buch "Inside IS" geschrieben.

Sie zitierte darin den Mitreisenden Matthias Richter, den ehemals besten Freund von Todenhöfers Sohn Frederic. Richter erhob gegenüber dem "Spiegel" schwere Vorwürfe gegen Todenhöfer und sagte sinngemäß, "Inside IS" enthalte viele Unwahrheiten.

"Artikel voller Gehässigkeiten und Unwahrheiten"

Der 75-Jährige leitete juristische Schritte gegen das Magazin ein und schrieb am Montag auf Facebook: "Liebe Freunde, mein Prozess gegen den Spiegel ist zu Ende. Der Spiegel hatte im Januar einen Artikel voller Gehässigkeiten und Unwahrheiten über mich und mein Buch INSIDE IS geschrieben. Jetzt haben wir in der Sache zu 100% gewonnen."

Weiter heißt es in dem Post mit der Überschrift "Rufmord-Kampagne gescheitert": "Der Spiegel hat zu allen 14 (!) von mir als unwahr bezeichneten Stellen 'strafbewehrte Unterlassungserklärungen' abgegeben. Das heißt: Er darf diese 14 Aussagen nie mehr wiederholen."

Er bedaure den Vorfall, denn "der Spiegel hat tolle Journalisten und solche journalistisch primitiven Tiefschläge eigentlich nicht nötig". "Der offizielle Werbeslogan des Spiegel heißt: 'Keine Angst vor der Wahrheit'. Ich kann da nur noch bitter lachen", schreibt Todenhöfer.

Für seinen kritischen Post bekam Todenhöfer Applaus von prominenter Seite. Schauspieler Til Schweiger teilte den Facebook-Beitrag mit den Worten "Das freut mich sehr! Denn das war wirklich eine widerliche Kampagne".

Schweiger war im vergangenen Jahr mit "Spiegel Online" aneinandergeraten. Die Redaktion hatte bissige Tweets über ein Treffen Schweigers mit SPD-Chef Sigmar Gabriel zum Thema Flüchtlinge aufgegriffen. Schweiger hatte dies auf Facebook heftig kritisiert.

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(sk)