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Legendärer Wahlkampfmanager rät CDU zu einem Tabubruch im Umgang mit der AfD

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MERKEL DE MAIZIERE
Legendärer Wahlkampfmanager rät CDU zum Tabubruch im Umgang mit der AfD | ASSOCIATED PRESS
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  • Ein legendärer Wahlkampfmanager rät der CDU zum Tabubruch
  • Die Union solle Koalitionsgespräche mit der AfD beginnen
  • Das würde den Wählern die wahre Natur der Rechtspopulisten zeigen

Peter Radunski ist ein Name, der Wählern unbekannt ist - aber jedem Politiker vertraut. Der frühere CDU-Bundesgeschäftsführer ist der wahrscheinlich legendärste Wahlkampfmanager der Partei.

Radunski leitete alle Bundestags- und Europawahlkämpfe der CDU von 1976 bis 1990. Von der CDU-Bundesgeschäftsstelle hat er fast alle Landtagswahlen der CDU der siebziger und achtziger Jahre mitgestaltet.

Tipps für den Wahlkampf gegen die AfD kann die CDU zurzeit gut gebrauchen - am Sonntag sind Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und es wird mit einem Sieg der Rechtspopulisten gerechnet.

Die AfD scheut das Regieren "wie der Teufel das Weihwasser"

Peter Radunski rät seiner Partei zu einem Tabubruch im Umgang mit der AfD. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen bislang unveröffentlichten Buchbeitrag Radunskis.

Demnach wirbt der Politikberater, der heute für die MSL Group tätig ist, dafür, die AfD offensiv aufzufordern, sich in Ländern und Kommunen an Regierungsbildungen zu beteiligen. Die etablierten Parteien dürften der AfD "auf keinen Fall dabei helfen, ihre Außenseiterrolle zu stilisieren".

So seien ernsthafte Einladungen zu Koalitionsverhandlungen eine mögliche "Waffe in der Auseinandersetzung" mit der AfD, da diese das Regieren scheue "wie der Teufel das Weihwasser".

Dazu passend: CDU zittert vor AfD-Sieg - "Das Schlimmste, was am Sonntag passieren könnte"

"Mehrfach einfach Nein zu sagen, würde auf Dauer die Skepsis ihrer Wähler erwecken", argumentiert Radunski in dem Aufsatzband "Bekämpfen oder ignorieren? Intelligente Argumente von 14 Demokraten", der am 1. September 2017 im Kellner Verlag erscheint. So populär die AfD auch in Wahlkämpfen argumentiere, sie könne ihren Wählern nicht auf Dauer erklären, "warum sie nichts durchsetzen will".

Eine Koalition wäre ein "Existenztest für die AfD"

Eine Strategie zur Schwächung der Partei solle deshalb "nicht darauf warten, bis die AfD in der Bevölkerung als regierungsfähig angesehen wird und selbst Koalitionen anstrebt".

Komme es tatsächlich zu einem Bündnis mit den Rechtspopulisten, wäre das ein "Existenztest für die AfD und ihre Spitzenpolitiker" - und deren "Zeit der politischen Unschuld" vorbei: "Sie hätte Verantwortung zu tragen und Erwartungen zu erfüllen", würden "von den Wählern mit Argusaugen verfolgt".

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(lk)