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Passagier beschwert sich, weil er 47 Jahre auf Anschlussflug warten soll - so reagiert der Reiseanbieter

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PLANE SUN
47 Jahre Aufenthalt in der thailändischen Hauptstadt? | Kim Kyung Hoon / Reuters
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Lange Aufenthalte auf Flughäfen gehören zum Alltag jedes Flugreisenden. Den Neuseeländer James Lloyd hat es aber besonders hart erwischt.

Wie die britische Website "Indy 100" berichtet, wollte der 25-Jährige von Christchurch in Neuseeland nach London fliegen.

Das Flugbuchungs-Portal Skyscanner zeigte ihm mögliche Verbindungen für seinen Flug.

Ein lange Reise bis Christchurch

Und Llyod wusste sofort, dass die Reise ein langer Trip sein würde: Von Christchurch nach Sydney, von Sydney nach Bangkok. Von Bangkok nach Dubai und von dort schließlich nach London.

Doch als der Mann sah, wie lange er in der thailändischen Hauptstadt auf seinen Anschlussflug warten musste, wunderte er sich doch etwas.

47 Jahre Aufenthalt

Laut Skyscanner würde er in Bangkok 413.786 Stunden Aufenthalt haben. Das entspricht 47 Jahren. Lloyd postete einen Screenshot seiner Flugroute auf der Facebook-Seite von Skyscanner.

Das Bild kommentierte er mit folgendem Satz: "Hi Skyscanner, ich wundere mich gerade über die 47 Jahre Aufenthalt in Bangkok. Vielleicht hättet ihr einen Vorschlag für mich, was ich dort solange tun kann?"

Die Antwort von Skyscanner folgte prompt - jedoch anders als gedacht: Eine Angestellter mit dem Namen Jen nannte dem jungen Mann allerhand Dinge, die er während seines überlangen Aufenthalts in der thailändischen Hauptstadt anstellen könne:

skyscanner
(Credit: Skyscanner Facebook)

In Bangkok gibt's viel zu sehen

Die Antwort liest sich folgendermaßen:

"Falls du kein riesiger Fan des Films "The Terminal" bist, nehme ich mal an, dass du die Jahre womöglich außerhalb des Flughafens verbringen möchtest. Daher hier ein paar Vorschläge für dich:

- Das thailändische Neujahrsfest Songkran ist leider schon vorbei, aber du hast ja 46 weitere Jahre, um es zu genießen.
- Bist du ein Fan von großen Höhen? Die "Moon Bar" ist sehr zu empfehlen, und sie hat bis ein Uhr nachts auf.
- Mit einer Fahrt auf dem Chao Phraya Fluss könntest du etwas Zeit totschlagen.
- Falls du Hunger bekommst, auf dem Fluss gibt es einen schwimmenden Markt. Dort gibt's nicht nur gutes Essen, du kannst
dort auch neue Freunde kennenlernen. Eine klassische "Win-Win-Situation" also.
- Im Lumpini Park kannst du ein Tai-Chi-Experte werden"

Seine großartige Antwort beendet Jen damit, dass sich einer seiner Kollegen dem technischen Problem annehmen würde.

Jens Post sorgte auf der Facebook-Seite ihres Arbeitgebers für ordentlich Wirbel: Andere Passagiere posteten Screenshots mit ähnlichen langwierigen Aufenthalten.

Jen hatte für alle Probleme ein offenes Ohr. Als sie ein User fragte, was man während eines langen Aufenthalts in Sydney am besten machen sollte, empfahl sie, "17,155 Stunden im örtlichen Zoo zu schlafen".

"Wir hätten niemals gedacht, dass das Facebook-Gespräch zwischen Jen und James so viel Aufmerksamkeit bekommen würde", erklärte ein Skyscanner-Sprecher gegenüber "Indy 100".

"Wir sind glücklich, dass wir so ein gutes Team haben, dass mit allen Fragen und Wünschen unserer Kunden klarkommt".

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Kurz nach dem Start sah ein Passagier durchs Fenster - und zeigte dem Personal, warum das Flugzeug schnell wieder landen sollte

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