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Gerüchte um Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank: Das ist dran

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COMMERZBANK DEUTSCHE BANK
Die Gerüchte sorgten für Aufsehen im Frankfurter Bankenviertel | Anadolu Agency via Getty Images
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  • Gerüchte über ein mögliches Bündnis von Deutscher Bank und Commerzbank sorgen für Aufregung an den Börsen
  • Doch die Chefs der beiden Banken dementieren
  • Größere Umbauten stehen jedoch in beiden Banken an

Am Mittwoch hat ein Bericht des "Manager Magazins" die Börsenkurse bewegt: Die Tageszeitung berichtete auf ihrer Online-Seite, die Deutsche Bank habe intern einen möglichen Zusammenschluss mit der Commerzbank ausgelotet.

Es wäre der Mega-Deal schlechthin. Die Fusionsfantasie trieb die Aktienkurse beider Konzerne am Vormittag an.

Zinstief und Digitalisierung zwingen die Finanzbranche nach Einschätzung von Deutscher Bank und Commerzbank zu mehr Fusionen. Gerade im hart umkämpften deutschen Markt gebe es zu viele Institute, sagten die Chefs der beiden Dax-Konzerne, John Cryan und Martin Zielke, am Mittwoch bei einer Bankentagung in Frankfurt.

Plädoyer für weniger Banken

"Wir brauchen weitere Zusammenschlüsse - auf nationaler Ebene - aber eben auch über die Landesgrenzen hinweg", forderte Deutsche-Bank-Chef Cryan. "Nur dann können wir auf Dauer wirtschaftlich arbeiten."

Gerade in Deutschland gebe es laut Cryan schlicht zu viele Banken. Gerüchte über eine mögliche Fusion ihrer beiden Kreditinstitute wollen Cyron und sein Commerzbank-Kollege Zielke dennoch nicht bestätigen.

Auf die Frage, ob die Deutsche Bank nach Partnern im deutschen Markt suche, antwortete der Brite mit einem klare "Nein". Er strebe vielmehr an, die Deutsche Bank kleiner und einfacher zu machen.

Deutsche Bank will die Postbank verkaufen

Das Geldinstitut konzentriere sich auf diese Strategie und habe bei seinem Umbau noch eine Menge Arbeit vor sich. Geplant ist unter anderem der Verkauf der Bonner Tochter Postbank.

Zielke, der die Commerzbank seit Mai führt, konzentriert sich auf das Ausarbeiten einer neuen Strategie für den teilverstaatlichten Dax-Konzern. Trotz der fortschreitenden Digitalisierung setzt der bisherige Privatkundenchef weiterhin auf ein dichtes Filialnetz.

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Kein Wachstum ohne Filialen

"Wachstum funktioniert nur mit entsprechender persönlicher und physischer Präsenz. Ohne Filialen wird es nicht gehen. Deswegen werden wir auch weiter in unsere physische Präsenz investieren", betonte Zielke.

"Die künftige Strategie heißt digital und analog", sagte Zielke. Zu Details wolle er sich derzeit nicht äußern. "Wir waren lange Jahre hochprofitabel, wir konnten genug Gewinn abschöpfen, Boni ausschütten und relativ bequem leben. Doch diese paradiesischen Zustände sind vorbei, ich würde sogar sagen, sie sind ein für allemal vorbei", befand der Commerzbank-Chef.

"Der Umbruch, der im Moment stattfindet, ist brutal, schnell und radikal. Banken sind gezwungen, jeden Stein anzufassen, umzudrehen, neu einzusortieren und ab und an auch gänzlich auszusortieren."

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(sk)