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"Schlag gegen die Terror-Miliz": Der wohl wichtigste IS-Anführer ist tot

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AL ADNANI
IS-Sprecher Abu Muhammad al-Adnani wurde getötet | Handout . / Reuters
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  • IS-Anführer Abu Muhammad al-Adnani ist in der Nähe von Aleppo getötet worden
  • Er galt als eine der einflussreichsten Figuren der Terror-Miliz

Der Sprecher der Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) soll im Norden Syriens getötet worden sein. Das gab die zum IS gehörende Nachrichtenagentur Amaq bekannt.

Abu Mohammed al-Adnani sei in der Nähe von Al-Bab in der Provinz Aleppo ums Leben gekommen, teilte die Terror-Miliz über ihren Medienkanal mit.

Al-Adnani zählte zu den führenden Köpfen des IS. Viele Experten sahen ihn sogar als den wahren Anführer der Terroristen. Er war es, der im Sommer 2014 das "Kalifat“ ausrief und den IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi zum Kalifen ernannte.

Sein Tod könnte den IS nun deutlich schwächen.

Al-Adnani war der meistzitierte IS-Vordenker

Auch Rita Katz von der amerikanischen Terror-Analyse-Organisation SITE Intelligence Group sieht im Ableben des Sprechers einen entscheidenden Schlag gegen den IS. Wer hinter der Tötung steckt, ist bislang unklar.

Katz erklärte via Twitter, viele der in der Vergangenheit verübten Attentate seien von Al-Adnanis Reden inspiriert gewesen. Er sei bei Unterstützern des IS das meistzitierte Mitglied gewesen.

Große Gefahr für den Westen

Al-Adnani stellte insbesondere für die westliche Welt eine große Gefahr dar. Immer wieder richtete er sich in Botschaften an potenzielle Unterstützer. Unter IS-Gefolgsleuten galt er als Inspirationsquelle, gab den Weg vor.

Im Mai sagte al-Adnani in einer Audiobotschaft an IS-Sympathisanten in aller Welt gerichtet: "Macht diesen Monat mit Gottes Willen zu einem Monat der Leiden für die Ungläubigen überall."

Seither erschütterten mehrere Anschläge so genannter "einsamer Wölfe", allein handelnder Terror-Sympathisanten, die Welt. Die USA hatten ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf al-Adnani ausgesetzt.

Nach dem Tod des IS-Militär-Chefs Omar Shishani im Juli verliert die Terror-Miliz jetzt also ein weiteres wichtiges Führungsmitglied - und das in Zeiten, in denen der IS im Irak und in Syrien Gebietsverluste hinnehmen muss.

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(bp)