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Frankreichs Premier Valls: Nackte Brüste stehen eher für Frankreich als Kopftücher

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MARIANNE FRANCE
Frankreichs Premierminister Valls steht in der Kritik. Er hatte die Barbusigkeit der Marianne als Symbol für Frauenrechte bezeichnet | Eric Gaillard / Reuters
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  • Frankreichs Premierminister Manuel Valls hat die Nationalfigur Marianne als Symbol für Frauenrechte bezeichnet
  • Ihre Brust sei nackt, sie sei nicht verhüllt, weil sie frei sei, so Valls
  • Der Kommentar Valls rief umgehend Kritik hervor

Vor dem Hintergrund des Burkini-Streits in Frankreich hat Premierminister Manuel Valls die oft barbusig dargestellte Nationalfigur Marianne als Symbol für Frauenrechte ins Feld geführt.

"Ihre Brust ist nackt, weil sie das Volk nährt. Sie ist nicht verhüllt, weil sie frei ist. Das ist die Republik", sagte er am Montagabend bei einer Kundgebung in der Nähe von Toulouse. Zuvor hatte er betont, beim Platz der Frau in der Gesellschaft dürfe nicht nachgegeben werden.

"Valls verwechselt die Republik und das Recht der Frauen"

Seit mehreren Wochen streitet Frankreich heftig um Ganzkörper-Schwimmanzüge für Musliminnen, sogenannte Burkinis.

Der Sozialist Valls hatte diese als "Bekräftigung eines politischen Islamismus im öffentlichen Raum" angeprangert und war dafür auch im eigenen Lager kritisiert worden.

Marianne ist die Symbolfigur der französischen Republik. Valls' Kommentar rief umgehend Kritik hervor. Die Historikerin Mathilde Larrère warf ihm vor, alles durcheinanderzuwerfen: "Er verwechselt die Republik und das Recht der Frauen. Hat er vergessen, dass sie unter der Republik lange keine Freiheit hatten?", sagte sie am Dienstag dem Magazin "Le Point".

Andere wiesen darauf hin, dass Mariannes Kopf auf manchen Darstellungen bedeckt ist - mit einer Jakobinermütze.

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