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Kinostarts im September: Diese Neustarts solltet ihr nicht verpassen

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Die Doktorfisch-Dame Dorie will ihre Familie finden

Der Kino-Monat September hat einige interessante Filme zu bieten, auf keinen davon freuen sich Jung und Alt aber wohl so sehr wie auf "Findet Dorie". Wen die Fortsetzung des charmanten Kino-Hits "Findet Nemo" aus dem Jahr 2003 dennoch kalt lässt, für den wartet dank "Die glorreichen Sieben", unter anderem mit Chris Pratt und Denzel Washington als beinharte Revolverhelden, feinste Western-Kost. Wer es dagegen romantisch will, sollte sich den Kinostart von "SMS für dich" von und mit Karoline Herfurth im Kalender markieren. Und Action- sowie Thriller-Fans kommen mit "Ben Hur" und "Nerve" auf ihre Kosten.

"Ben Hur", 1. September

Welche deutschen Stars die Stimmen bei "Findet Dorie" sprechen, sehen Sie bei Clipfish

Ein Mann gegen das gesamte römische Imperium: Als der angesehene jüdische Fürst Judah Ben Hur (Jack Huston) von seinem geliebten Stiefbruder Messala (Toby Kebbell) verraten und in die Sklaverei gezwungen wird, reift in ihm nur ein Gedanke: Aus der Tortur ausbrechen und Rache nehmen - an seinem Bruder, an allen, die ihn verraten haben, am gesamten römischen Reich.

Einschätzung:

Einen absoluten Klassiker der Filmgeschichte neu aufzulegen, das erfordert Mut. Noch heute gilt das epochale Pferderennen in William Wylers Film von 1959 mit Charlton Heston in der Titelrolle als Kino-Meilenstein. Erste actiongeladene Trailer lassen darauf schließen, dass die Neuauflage "Ben Hur" im Stile von anderen Remakes wie "Kampf der Titanen" anzusiedeln ist. Statt den alten Stoff gekonnt in neuem Gewand zu präsentieren, könnte der Film daher auch schnell im Computereffekt-Klumpatsch enden. Für Fans bildgewaltiger Historien-Schinken aber definitiv einen Besuch wert.

"Nerve", 8. September

"Pokémon Go" war einmal - das Online-Spiel, das die Jugend im Film von Ariel Schulman fesselt, heißt "Nerve". Jeder der sich traut kann als "Player" teilnehmen, um für immer mehr Geld immer waghalsigerer Herausforderungen zu meistern. Alle anderen können ihnen als "Watcher" dabei zusehen. Eines Tages meldet sich ausgerechnet die schüchterne Vee (Emma Roberts) bei dem Spiel an, sehr zum Ärger ihrer Mutter (Juliette Lewis). Doch was als harmloser Spaß beginnt, wird schnell zum Kampf um Leben und Tod.

Einschätzung:

In Zeiten von interaktiven Handyspielen wie "Pokémon Go" scheint der Thriller mit Emma Roberts genau den richtigen "Nerve" zu treffen. Neu ist die Idee dabei allerdings nicht wirklich. Schon der Film "13 Sins" (2014) hatte eine ganz ähnliche Prämisse. Der aktuelle Zeitgeist gepaart mit den Darstellern Roberts, Lewis und Dave Franco dürfte aber speziell beim jugendlichen Publikum gut ankommen.

"SMS für dich", 15. September

Auch zwei Jahre, nachdem Ben bei einem Autounfall ums Leben kam, kommt Clara (Karoline Herfurth) einfach nicht über den Tod ihrer großen Liebe hinweg. Voller Trauer schickt sie noch immer regelmäßig SMS an das Handy des Verstorbenen - nicht ahnend, dass die Nummer inzwischen neu vergeben wurde und nun der Journalist Mark (Friedrich Mücke) die einfühlsamen Texte auf sein Smartphone geschickt bekommt. Lange dauert es nicht und die Unbekannte hat es ihm angetan.

Einschätzung:

Mit ihrer ersten Regiearbeit fürs Kino (zuvor nur der Kurzfilm "Mittelkleiner Mensch") macht Schauspielerin Karoline Herfurth einen Film fürs Herz. "SMS für dich", wen wundert es, erinnert ein wenig an "Email für dich" oder "P.S. Ich liebe Dich", hat aber genug eigene Elemente und Ideen, um den Taschentuchverbrauch aller Fans rührender Storys kräftig in die Höhe zu treiben. Neben Herfurth in der Hauptrolle macht vor allem Nora Tschirner als Mitbewohnerin Katja eine gute Figur.

"Die glorreichen Sieben", 22. September

Eine friedliche Kleinstadt mitten im Nirgendwo des Wilden Westens wird von dem skrupellosen Minenbesitzer Bartholomew Bogue (Peter Sarsgaard) und dessen Männern unterjocht. Als aus der Tyrannei Mord und Totschlag wird, heuert eine junge Witwe einen Kopfgeldjäger (Denzel Washington) an, um die Unholde ein für alle Mal aus der Siedlung zu vertreiben. Mit dabei: sechs weitere Revolverhelden, einer treffsicherer als der andere.

Einschätzung:

Nach "Ben Hur" kommt mit "Die glorreichen Sieben" ein zweiter Klassiker in neuem, nicht minder blutgetränktem Gewand daher. Der Cast der Neuauflage hat es dabei mindestens genauso in sich, wie der des Originals von 1960. Statt Yul Brynner, Steve McQueen und Charles Bronson dürfen im Jahr 2016 Denzel Washington, Shooting-Star Chris Pratt und Ethan Hawke die bösen Buben abknallen. Wer also nach Quentin Tarantinos "The Hateful Eight" noch nicht genug von knallharten Revolverhelden hat, dürfte mit "Die glorreichen Sieben" auf seine Kosten kommen.

"Findet Dorie", 29. September

Die blaue Doktorfisch-Dame Dorie hat es nicht leicht: Ohne funktionierendes Kurzzeitgedächtnis wartet der Alltag mit immer neuen alten Überraschungen für den vergesslichen Korallenriff-Mitbewohner von Nemo und seinem Vater Marlin auf. Doch eines Tages hat Dorie einen Geistesblitz, der sie auf eine gefährliche Reise schickt und der da lautet: "Wo ist eigentlich meine Familie?"

Einschätzung:

Unglaublich, schon 13 Jahre ist es her, seit die Suche nach Clownfisch Nemo Cineasten weltweit rührte und zum Lachen brachte. Mit "Findet Dorie" wird nun die Handlung des Vorgängers weitergesponnen, denn dieses Mal ist es die vergessliche Dorie, die sich gemeinsam mit ihren Freunden auf eine gefährliche Reise begibt - um sich selbst zu finden. Allein die Freude, all die liebgewonnen Wasserbewohner aus Teil eins wiederzusehen, wird die Fans zahlreich dazu bewegen, den Verkäufern die Kinokarten quasi aus der Hand zu reißen und dabei in bester Möwen-Manier "meins, meins" zu schnattern.