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Maas plant Sex-Auskunftspflicht für Mütter von Kuckuckskindern

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HEIKO MAAS
Maas plant Sex-Auskunftspflicht für Mütter von Kuckuckskindern | Fabrizio Bensch / Reuters
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  • Justizminister Maas plant offenbar ein Sex-Auskunfspflicht für Mütter
  • Künftig sollen Frauen laut Gesetz die Pflicht haben, Vätern von Kuckuckskindern Auskunft zu geben, mit wem sie Sex hatten

Justizminister Heiko Maas (SPD) will es Vätern von Kuckuckskindern erleichtern, den wahren Vater ihres Nachwuchses herauszufinden und von ihm Unterhaltszahlungen zurückzuerhalten.

Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen Gesetzentwurf des Ministers berichtet, will der Minister eine Sex-Auskunftspflicht für Mütter von Kuckuckskindern einführen.

Eine betroffene Frau muss danach in Zukunft "auf Verlangen" des Scheinvaters darüber Auskunft geben, "wer ihr während der Empfängniszeit beigewohnt hat".

Gesetzesentwurf soll noch in dieser Woche beschlossen werden

Das bedeutet: Sie müsste dem Mann, der möglicherweise jahrelang für ein Kuckuckskind zu unrecht Unterhalt gezahlt hat, sagen, mit wem sie in der fraglichen Zeit Sex hatte.

Stellt sich heraus, dass das Kind von einem Liebhaber der Frau stammt, soll der Scheinvater für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren die Erstattung von Unterhaltskosten vom leiblichen Vater des Kindes zurück verlangen.

Der Gesetzentwurf soll laut "Bild" in dieser Woche im Bundeskabinett beschlossen werden.

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