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AfD sorgt für Alarmstimmung in jüdischer Gemeinde

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Viele Juden in Deutschland haben Angst vor der AfD | dpa
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  • Die jüdische Gemeinde ist angesichts des Erstarkens rechter Kräfte in Deutschland besorgt
  • Ex-IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch erhofft sich ein stärkeres Engagement gegen Rechts

Angesichts der im September anstehenden Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wächst die Sorge der jüdischen Gemeinden in Deutschland vor einem starken Abschneiden der Alternative für Deutschland.

"Schon bei den Wahlen am kommenden Wochenende, könnten radikale Rechte aus dem Stand in zwei weitere Landesparlamente einziehen – und zwar mit erschreckenden Zahlen, die das Machtgefüge nicht nur in den betreffenden Ländern, sondern in der gesamten Bundesrepublik tiefgreifend verändern könnten", schreibt Charlotte Knobloch, ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden auf ihrer Facebook-Seite.

Die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde für München und Oberbayern warnt: "Noch ist es nicht zu spät, den Spuk zu beenden, aber Eile, Einsicht und kluges strategisches Agieren sind dringend geboten – zumal in einem Land, in dem beharrlich beteuert wird, aus der Geschichte gelernt zu haben."

Und weiter: Die demokratischen Parteien und Kräfte sollten daher "die politische Siesta" beenden. Noch immer falle die Reaktion auf das "rasante und enorme Erstarken" der Rechtspopulisten und Rechtsextremen "viel zu gleichgültig und ungelenk" aus, kritisiert Knobloch.

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