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Schottische Polizei sieht Kopftuch als Teil ihrer Uniform an

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SCOTTISH POLICE
Die Uniformen der Schottischen Polizei: Von nun an sind auch Hidschabs dabei | David Moir / Reuters
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  • Die schottische Polizei erkennt das Kopftuch als Teil ihrer Uniform an
  • Muslimische Frauen sollen dadurch ermutigt werden, Polizistinnen zu werden

Wenn muslimische Frauen in Schottland Polizistinnen werden wollen, müssen sie nicht fürchten, ihr Kopftuch bei der Arbeit ablegen zu müssen. Die Schottische Polizei hat den Hidschab, das Kopftuch muslimischer Frauen, offiziell als "möglichen Teil der schottischen Polizei-Uniform" zugelassen.

Dadurch hoffen sie, mehr muslimische Frauen für diesen Job begeistern zu können. Der Polizeichef Phil Gormley erklärt auf der Homepage der schottischen Polizei, dass er sich ein "vielfältigeres Team" wünsche, das repräsentativ für die schottischen Gemeinden stehe, in denen die Polizei arbeite.

Bisher soll Schottland positiv auf diese offizielle Genehmigung reagiert haben. Fahad Bashir, der Vorsitzende der Muslimischen Gemeinschaft der schottischen Polizei ist davon überzeugt, dass jetzt nicht nur muslimische Frauen, sondern auch andere ethnische Minderheiten dazu motiviert werden, sich bei der Polizei zu bewerben.

In Deutschland ist es nicht erlaubt

Neben der schottischen erlaubt auch die kanadische Polizei muslimischen Frauen, Kopftuch zu tragen. In Deutschland ist es nicht erlaubt. Wenn eine Firma allgemein religiöse Symbole untersagt, kann einer Muslimin hier sogar gekündigt werden, wenn sie ihr Kopftuch dennoch bei der Arbeit trägt.

In Frankreich musste sich eine Frau mit Kopftuch und Burkini kürzlich sogar am Strand ausziehen, weil die Polizei sie dazu aufforderte. Auch in Deutschland sorgte ein Fall in Brandenburg für Aufsehen. Einer jungen Palästinenserin wurde dort gekündigt, weil sie während ihres Praktikums im Rathaus ein Kopftuch tragen wollte.

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