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Gericht kippt Verbot: Burkini in Frankreich wieder erlaubt

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BURKINI
Französisches Gericht kippt Burkini-Verbot | TIM WIMBORNE / Reuters
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  • Frankreich hat das Burkini-Verbot gekippt
  • Demnach ist das Tragen der Badekleidung an Stränden vorerst wieder erlaubt

Der französische Staatsrat hat das umstrittene Burkini-Verbot einer Gemeinde an der Côte d'Azur ausgesetzt. Das teilte das oberste Verwaltungsgericht am Freitag auf Twitter mit.

Die Menschenrechtsliga und das Kollektiv gegen Islamophobie in Frankreich hatten Beschwerde gegen die Verordnung des Mittelmeerortes Villeneuve-Loubet bei Nizza eingelegt.

Das Thema sorgt in Frankreich seit Tagen für politischen Zündstoff, auch innerhalb der Regierung.

30 Gemeinden hatten das Tragen eines Burkinis untersagt

Nach dem islamistischen Anschlag von Nizza mit 86 Toten hatten mehrere französische Badeorte Burkini-Verbote an ihren Stränden verhängt. Inzwischen sind es mehr als 30 Gemeinden, darunter Cannes und Nizza an der Côte d'Azur.

Dazu passend: Dieser Mann zahlt die Strafen für Frankreichs Burkini-Trägerinnen

Meist sind es konservative Bürgermeister, die die Verbote erlassen. Bei Zuwiderhandlungen wird beispielsweise in Cannes ein Bußgeld von 38 Euro fällig.

Vor wenigen Tagen hatte ein Video für Aufsehen gesorgt, auf dem Sicherheitsbeamte eine Frau zwingen, ihre einem Burkini ähnelnde Badebekleidung auszuziehen.

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