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Neues Erdbeben bei Amatrice in Mittelitalien erreicht Stärke 4,7

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AMATRICE
Neues Erdbeben bei Amatrice im Mittelitalien erreicht Stärke 4,7 | dpa
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In der Katastrophenregion in Mittelitalien hat die Erde am Freitagmorgen um 6.28 Uhr nochmals gebebt. Die US-Erdbebenwarte meldete ein Beben der Stärke 4,7. Das nationale geologische Institut Italiens geht sogar von 4,8 aus. Das Zentrum lag demnach in elf Kilometern Tiefe in der Provinz Rieti, nicht weit von dem Ort Amatrice entfernt.

Nach Angaben der Agentur Ansa sind weitere Gebäude im bereits stark zerstören Ort Amatrice eingestürzt. Allerdings nicht dort, wo die Helfer versuchten, noch Opfer aus den Trümmern zu bergen.

Zivilschutz geht von 267 Toten aus

Bisher hatte die Zahl der Toten bei mindestens 250 gelegen, der Zivilschutz sprach laut Nachrichtenagentur Ansa nun von 267. Tausende Menschen wurden obdachlos.

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Seit dem ersten starken Beben gab es etwa 800 Nachbeben, darunter zahlreiche schwache, aber auch einige mit einer Stärke über 4.

Regierung verspricht Hilfe

Die Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi versprach einen schnellen Wiederaufbau und eine bessere Erdbebenvorsorge. "Wir haben die moralische Pflicht gegenüber den Frauen und Männern dieser Gemeinden", sagte Renzi nach einer Krisensitzung des Ministerrats am Donnerstagabend. "Der Wiederaufbau dieser Dörfer ist die Priorität der Regierung und des Landes."

Zudem rief der Ministerrat den Notstand aus und sagte Hilfsgelder von 50 Millionen Euro zu. Auch die Erdbebenvorsorge müsse verbessert werden. "Das muss unsere Hausaufgabe für die Zukunft sein", so Renzi.

Häuser stürzten in Sekunden ein

Der Erdbebenschutz wurde auch nach dem schweren Erdbeben von L'Aquila mit 309 Toten vor sieben Jahren verbessert, die Regeln werden jedoch oft nicht umgesetzt. Viele der alten Häuser waren am Mittwoch innerhalb von Sekunden in sich zusammengebrochen. Wie viele Menschen noch verschüttet oder vermisst sind, war weiter unklar.

Derweil gab es auch erste Versuche der Plünderung. In Amatrice wurde ein Mann festgenommen, der in ein Haus eindringen wollte, teilte die Polizei mit.

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