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"Donnerstalk": Bei dieser ergreifenden Szene brach Dunja Hayali fast zusammen

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Ein handgeschriebener Brief brachte Moderatorin Dunja Hayali dazu, sich in ihrer ZDF-Sendung "Donnerstalk" mit dem Leben der Hartz-IV-Empfänger zu beschäftigen.

Manfred Kruse schrieb ihr, dass er von 140 Euro im Monat lebe, 250 Euro für die Wohnung zahle das Amt. Er wisse überhaupt nicht, wozu er noch lebe, schreibt er.

In Mannheim-Schönau ist jeder vierte Bewohner von Armut bedroht

Hayali machte sich auf nach Schönau, ein Problemviertel in Mannheim. In Schönau ist die Arbeitslosenrate doppelt so hoch wie im Mannheimer Durchschnitt von ungefähr sechs Prozent, jeder vierte Bewohner ist von Armut bedroht. Das Viertel war früher eine SPD-Hochburg, doch jetzt ist ein großer Teil zur AfD übergelaufen.

Während Hayali mit ihrem Kamerateam die alleinerziehende Mutter Uschi Christmann besuchte, kam es zu einer ergreifenden Szene.

Auch aus der Sendung: Wie sich AfD-Politikerin von Storch beim "Donnerstalk" um Kopf und Kragen redete

Christmann sagt, sie lebe von Unterhalt, Sozialleistungen und einem kleinen Nebenjob als Reinigungskraft. Ihre Situation sei "frustrierend, weil ich meinen Kindern nicht viel bieten kann".

Hayali: "Ich brech zusammen"

Dass diese Situation nicht alltäglich ist, bemerken auch ihre Kinder. In einer ergreifenden Szene zeigt der achtjährige Dylan stolz seine Sparbüchse. "Was willst du dir dann kaufen, wenn sie voll ist?", fragt Hayali.

Dazu passend: Ungerecht und fehlerhaft - 8 unbequeme Wahrheiten über Hartz IV

Dylan sagt, werde er sich von dem Geld nichts kaufen – sondern es seiner Mama geben.

Hayali kann nur fassungslos erwidern: "Ich brech zusammen."

Der Mutter kommen die Tränen, sie schickt ihren Sohn aus dem Zimmer, damit er sie nicht weinen sieht. "Du hast nichts falsch gemacht", sagt sie dem verwirrten Kind.

Eine berührende Szene, die uns das Schicksal von Millionen Menschen in Deutschland vor Augen führt.

Passend dazu: Die ZDF-Sendungen im Live-Stream sehen - so geht's

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(sk)