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Britney Spears: Die Höhen und Tiefen der Pop-Prinzessin

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BRITNEY SPEARS
Britney Spears bei den MTV Awards | Danny Moloshok / Reuters
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Die ewige Teen-Pop-Prinzessin kehrt zurück: Mit gerade mal 34 Jahren setzt Britney Spears ("Oops! ...I Did It Again") schon zum zweiten großen Comeback in ihrer Karriere an.

Der spektakuläre Kollaps

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Wir erinnern uns: Auf den großen Durchbruch (alleine ihr lasziver Schulmädchen-Look aus dem "...Baby One More Time"-Clip schrieb schon Popgeschichte) und einige erfolgreiche Jahre folgte 2007 nach der Trennung von Ehemann Kevin Federline der große Zusammenbruch: Scheidung, rasierter Kopf, abgebrochene Reha. Nachdem sich Spears mit ihren beiden Kindern (das Sorgerecht hatte sie da schon verloren) vor der Polizei in ihrer Villa verbarrikadierte, wurde sie zwangsweise in die Psychiatrie eingewiesen und unter die Vormundschaft ihres Vaters gestellt. Seht hier Britney Spears mit Star-Komiker James Corden bei "Carpool Karaoke"

Der musikalische Tiefpunkt folgte jedoch erst später: Das mitten in der turbulenten Phase veröffentlichte "Blackout" und die beiden folgenden Alben verkauften sich immer noch ordentlich, auch wenn an Zahlen wie in der ersten Hälfte der Nullerjahre nicht mehr zu denken war. Einen echten Flop landete Spears dann 2013 mit "Britney Jean", das außer der Hitsingle "Work B**ch" nicht viel zu bieten hatte und sich weltweit nur etwa 700.000 mal verkauft haben soll (zum Vergleich: Vorgänger "Femme Fatale" ging noch etwa 2 Millionen mal über die Ladentische).

Kreativer Rückzug in Las Vegas?

Doch Spears hatte wenig später eine andere Einnahmequelle aufgetan: Seit Ende 2013 steht sie mit einem festen Best-Of-Programm in Las Vegas auf der Bühne. Ein einträglicher Job, der jedoch verdächtig nach kreativer Endstation klingt. Doch Spears will es noch einmal wissen: Mit "Glory" veröffentlicht sie nun ihr neuntes Album, dass sie damit hoch hinaus will, zeigt schon der Titel.

Spears muss gewissermaßen gegen die eigenen Erben ins Rennen gehen, Taylor Swift, Katy Perry und wie sie alle heißen. Musikalisch gesehen kann "Glory" sich durchaus sehen (oder eher hören) lassen. Spears hat zurück zu den großen Pop-Songs gefunden, die Produktion ist im Vergleich zu "Britney Jean" eine Offenbarung und bringt ihre Stimme zum Glänzen wie schon seit vielen Jahren nicht mehr.

Alles andere als zeitgemäß sind dagegen die Texte. Wo Taylor Swift gerne gnadenlos mit ihren Verflossenen abrechnet und Miley Cyrus auch mal plakativ die Abrissbirne schwingt, bleibt Spears dann doch in der Rolle des verführerischen Teenie-Mädchens gefangen. "Glory" will jedem gefallen und möglichst niemandem wehtun. Ob das also reicht, um mit der jungen Konkurrenz mitzuhalten? Wir werden sehen.