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Bulgariens Ministerpräsident warnt vor neuer Flüchtlingswelle

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BORISSOW
Der Premierminister von Bulgarien, Bojko Borissow | Thomas Koehler via Getty Images
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  • Bulgariens Ministerpräsident rechnet mit einer neuen Welle von Migranten
  • Er fordert die EU auf, sein Land bei der Sicherung der Grenzen zur Türkei besser zu unterstützen

Bulgariens Ministerpräsident Boiko Borissow hat die Europäische Union aufgefordert, sein Land stärker bei der Sicherung der EU-Außengrenze zur Türkei zu unterstützen.

"Ich weiß nicht, wie lange wir dem Migrationsdruck an unserer Grenze noch standhalten können", sagte Borissow der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Derzeit werde Bulgarien "praktisch alleine" gelassen.

"Was würden wir tun, wenn die Flüchtlinge wieder in Massen kommen?"

Das Nachbarland Türkei müsse wissen, "dass wir uns nicht allein auf sie verlassen und uns nicht abhängig machen wollen", sagte Borissow. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan habe die Schwäche der Europäer genau erkannt, so der Regierungschef.

"Was würden wir in Europa tun, wenn die Flüchtlinge wieder in Massen kommen? Sie abschießen? Das können wir nicht. Wir werden sie also aufnehmen. Aber was wird dann mit uns passieren?"

Im Moment leben nach Angaben des bulgarischen Innenministeriums rund 2950 Flüchtlinge in staatlichen Aufnahmezentren. Weitere 1445 Menschen seien in Einrichtungen des Innenministeriums untergebracht - dorthin kommen illegal eingereiste Migranten sowie diejenigen, die die nationale Sicherheit gefährden könnten.

Zwei Drittel der Bulgaren sehen in Flüchtlingen und anderen Migranten eine Bedrohung für die nationale Sicherheit, wie eine repräsentative Umfrage im Mai ergab.

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(sk)